Die Kosten für KI-Texte und menschliche Lokalisierung sollten bis zu dem Punkt berechnet werden, an dem die Inhalte veröffentlicht sind und ordnungsgemäß genutzt werden können. KI kann die Kosten für den ersten Entwurf senken, doch Prüfung, Überarbeitung, Seitenanpassung und spätere Aktualisierungen erfordern weiterhin Aufwand. Die Einstiegskosten für eine menschliche Lokalisierung sind in der Regel höher, können aber Nacharbeiten bei der sprachlichen Überarbeitung und kulturellen Anpassung verringern. Welche Option kostengünstiger ist, hängt vom Verwendungszweck der Inhalte, der Qualität des Ausgangsmaterials und den möglichen Folgen von Fehlern ab.
Für mehrsprachige Websites ist es sinnvoll, das Budget nach Seiten aufzuteilen: Bei standardisierten Inhalten mit vielen Wiederholungen kann KI einen größeren Teil der Arbeit übernehmen. Bei Seiten, die sich unmittelbar auf Anfragen, Zahlungen und die Markenwahrnehmung auswirken, sollte hingegen stärker der Mensch eingebunden werden.
KI-Texterstellung und menschliche Lokalisierung sind nicht vollständig dieselbe Dienstleistung. Erstere kann lediglich einen generierten Entwurf umfassen; Letztere kann Übersetzung, Terminologievereinheitlichung, Anpassung des Tons und lokale Ausdrucksweise beinhalten – oder auch nur die reine Textübersetzung. Die Bezeichnung einer Dienstleistung sagt nichts über den tatsächlichen Leistungsumfang aus.
Bei einer Produktbeschreibung können zwischen „übersetzt“ und „veröffentlichungsfertig“ beispielsweise noch die Prüfung technischer Daten, die Anpassung von Suchbegriffen, die Kürzung von Schaltflächenbeschriftungen und die Kontrolle des Layouts auf Mobilgeräten liegen. Wer nur die Abonnementgebühr für ein KI-Tool mit dem Preis pro Wort eines menschlichen Übersetzers vergleicht, übersieht leicht diese Arbeiten.
Vergleichbare Gesamtkosten = Vorbereitung des Ausgangsmaterials + Erstellung der Inhalte + Prüfung und Überarbeitung + Umsetzung auf der Website + laufende Pflege. Auch die Arbeit interner Mitarbeitender sollte eingerechnet werden. Andernfalls werden lediglich externe Kosten in interne Arbeitszeit umgewandelt.

Je klarer das Ausgangsmaterial ist, desto besser kann KI ihre Effizienzvorteile ausspielen. Sind Produktdaten vollständig, Terminologieübersetzungen bereits vereinheitlicht und Seitenstrukturen ähnlich, lassen sich erste Entwürfe in größerem Umfang erstellen und anschließend gesammelt prüfen. In diesem Fall besteht die menschliche Arbeit vor allem aus der Kontrolle, und der Gesamtaufwand lässt sich leichter im Griff behalten.
Sind die Angaben widersprüchlich oder lautet die Vorgabe lediglich „für den lokalen Markt passend schreiben“, kann KI zwar flüssige Formulierungen erzeugen, deren geschäftliche Aussage aber unzutreffend ist. Prüfende müssen dann jede Aussage bis zu ihrer Quelle zurückverfolgen oder sogar den gesamten Seitentext neu strukturieren. Ein günstiger erster Entwurf senkt daher nicht unbedingt die Gesamtkosten.
Auch die Prüffähigkeit beeinflusst das Ergebnis. Ist die zuständige Person weder mit der Zielsprache noch mit dem Produkt vertraut, kann sie kaum beurteilen, ob die Inhalte brauchbar sind. Wiederholtes Auffordern der KI zur sprachlichen Überarbeitung ersetzt nicht die Beurteilung von Fakten und lokaler Ausdrucksweise.
Auch menschliche Lokalisierung muss gesteuert werden. Fehlen ein Glossar, Vorgaben zum Markenton und ein klar definierter Überarbeitungsumfang, kann es ebenfalls zu mehreren Abstimmungsrunden kommen. Ein höheres Angebot ist nur dann sinnvoll vergleichbar, wenn es die entsprechende Recherche, Prüfung und Anpassung umfasst.
Für technische Produktbeschreibungen, durch verlässliche Quellen gestützte Hilfedokumente und ähnlich aufgebaute Produktseiten bietet sich ein Ansatz mit „KI-Erstentwurf plus menschlicher Prüfung“ an. Voraussetzung ist, dass wichtige Fakten belegt sind, die prüfende Person Fehler erkennen kann und die Inhalte tatsächlich wiederverwendbare Strukturen aufweisen.
Für die Startseite, zentrale Produktseiten, Werbe-Landingpages und Hinweise im Bezahlvorgang sollte mehr in die menschliche Lokalisierung investiert werden. Diese Inhalte müssen nicht nur korrekt sein, sondern den Lesenden den Nutzen schnell vermitteln, Bedenken ausräumen und sie zum Handeln bewegen. Selbst grammatikalisch korrekte Sätze können die Conversion beeinträchtigen, wenn sie unklare Versprechen machen, unbeholfen klingen oder keine eindeutige Handlungsaufforderung enthalten.
Texte zu vertraglicher Haftung, Datenschutz, Zahlungen und Kundendienstzusagen sollten von Personen mit einschlägigen Fachkenntnissen geprüft werden. Ein allgemeiner Sprachdienst umfasst nicht automatisch eine Prüfung rechtlicher oder geschäftlicher Verantwortlichkeiten. Dieser Leistungsumfang muss gesondert festgelegt werden.
Für eine Website je nach Seite unterschiedliche Bearbeitungstiefen vorzusehen, ist in der Regel sinnvoller, als für alle Seiten einheitlich die günstigste oder umfangreichste Option zu wählen. Vorrangig sollten Seiten mit hohem Wert, hohem Risiko und vielen Besuchen abgedeckt werden.
Nach der Freigabe der Texte müssen außerdem die Länge von Überschriften, mögliche Zeilenumbrüche bei Schaltflächen, die Verständlichkeit von Formularhinweisen und die Aktualisierung von Texten in Bildern geprüft werden. Da Inhalte in verschiedenen Sprachen unterschiedlich lang ausfallen, lässt sich das ursprüngliche Seitenlayout nicht immer direkt übernehmen.
Auch bei SEO reicht es nicht aus, chinesische Suchbegriffe einfach zu übersetzen. Nutzer vor Ort verwenden möglicherweise andere Bezeichnungen für Produkte. Seitentitel, Beschreibungen und Fließtexte müssen an der tatsächlichen Suchintention ausgerichtet werden. Bei mehrsprachigen Seiten sind außerdem Einstellungen wie Sprachkennzeichnungen und die Zuordnung entsprechender Links erforderlich. Ob diese Arbeiten im Angebot enthalten sind, wirkt sich deutlich auf die Gesamtkosten aus.
Bei der Bewertung einer Plattform wie 易营宝, die intelligentes Website-Building, mehrsprachige Websites und SEO-Dienstleistungen abdeckt, lassen sich die Inhaltsbearbeitung und die technische Umsetzung der Website gemeinsam in einem Angebot prüfen: Wer übernimmt die Sprachprüfung? Wer passt die Seiten an? Welche Arbeiten sind im Leistungsumfang enthalten? Der Wert eines integrierten Serviceangebots sollte sich in konkreten Leistungen und Koordinationskosten niederschlagen.
Statt direkt Inhalte für die gesamte Website zu beauftragen, ist es effektiver, repräsentative Seiten auszuwählen und verschiedene Ansätze anhand derselben Ausgangsmaterialien und Abnahmekriterien zu testen. Die Stichprobe sollte sowohl standardisierte Inhalte als auch Texte umfassen, die umfangreichere sprachliche Anpassungen erfordern. So wird vermieden, das gesamte Projekt anhand einfacher Seiten zu beurteilen.
Neben den Kosten für den ersten Entwurf sollten auch die Zeiten erfasst werden, die intern für die Aufbereitung von Materialien, Prüfung, Abstimmung und Veröffentlichung anfallen. Bei der Bewertung ist darauf zu achten, ob die Fakten korrekt, die Fachbegriffe einheitlich und die Formulierungen für den jeweiligen Seitenzweck geeignet sind und in welchem Umfang Überarbeitungen bis zur Veröffentlichung nötig sind.
Teilt man den Gesamtaufwand des Probelaufs durch die Anzahl der abgenommenen Seiten, erhält man die „Kosten pro nutzbarer Seite“. Dieser Wert liegt dem tatsächlichen Budget näher als ein Preis pro tausend Wörter. Unterscheiden sich die Seiten stark in ihrer Komplexität, sollten sie getrennt berechnet werden. Kurze Produktseiten und ausführliche Lösungsseiten gehören nicht in dieselbe Gruppe.
Vor dem Abschluss eines langfristigen Dienstleistungsvertrags sollten außerdem die Anzahl der Überarbeitungsrunden, die Abnahmekriterien, die Übergabe von Quelldateien und die Abrechnung von Aktualisierungen geklärt werden. Ändern sich Produktdaten, lässt sich die laufende Pflege leichter steuern, wenn nur die betroffenen Absätze aktualisiert und die entsprechenden Sprachversionen gleichzeitig angepasst werden. Entscheidend ist letztlich eine Kombination, mit der sich dauerhaft geeignete Seiten liefern lassen und deren interner Aufwand tragbar bleibt – nicht allein, welche Methode Texte am günstigsten erstellt.
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