Beim TikTok-Marketing geht es nicht nur darum, die Anzahl der Videoaufrufe zu steigern, sondern auch darum, das Interesse der Zuschauer in Website-Besuche umzuwandeln. In diesem Artikel stellen wir praktische Methoden zur Themenfindung für Kurzvideos, zur Nutzung des Profil-Links und zur Weiterleitung von Besuchern vor.
Ob Kurzvideos relevanten Traffic generieren, hängt nicht allein von der Anzahl der Aufrufe ab. Entscheidend ist, dass die richtigen Personen die Inhalte sehen, den Grund für einen Website-Besuch verstehen und problemlos auf eine zum Video passende Seite gelangen. Bei der Umsetzung sollten Inhalte, Weiterleitung und Leistung der Landingpage gemeinsam geprüft werden.

Ein typischer Pfad lautet: „Video ansehen – Profil besuchen – Website-Link anklicken – Landingpage aufrufen“. Bei einigen Konten oder in bestimmten Regionen sind möglicherweise auch andere Weiterleitungsoptionen verfügbar. Die Funktionen können sich jedoch je nach Kontotyp, Region und Plattformrichtlinien ändern. Maßgeblich ist daher, was im jeweiligen Konto tatsächlich angezeigt wird.
Prüfen Sie zunächst, ob sich im Profil ein Website-Link hinzufügen lässt und ob dieser im Zielmarkt problemlos geöffnet werden kann. Falls dies vorerst nicht möglich ist, informieren Sie sich über die aktuellen Kontovoraussetzungen der Plattform und machen Sie den Markennamen im Profil sichtbar, damit interessierte Nutzer danach suchen können.
Die Profilbeschreibung sollte Besuchern schnell vermitteln, was das Unternehmen anbietet und was sie nach dem Klick erwartet. Ein Anlagenanbieter kann beispielsweise die angebotenen Anlagen, die bedienten Regionen und die auf der Website verfügbaren Produktinformationen nennen. Eine allgemeine Markenbotschaft allein reicht oft nicht aus.
Leiten Sie nicht alle Zuschauer auf eine unübersichtliche Startseite weiter. Ein Video zu einem einzelnen Produkt kann auf die entsprechende Produktseite verlinken. Konten mit mehreren Themen können eine übersichtliche Navigationsseite nutzen, die getrennt zu Produktkatalog, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten führt und Besuchern weitere Sucharbeit erspart.
Gehen Sie zunächst von den Fragen Ihrer Zielkunden aus und entscheiden Sie anschließend über das Format. Ein Außenhandelsunternehmen kann häufig gestellte Fragen aus Anfragen zusammenstellen, etwa zu Produktionskapazität, Qualitätsprüfungen und individuellen Anpassungen. Eine internationale Marke kann sich auf Anwendungssituationen, Produktunterschiede und Bedenken vor dem Kauf konzentrieren.
Themen lassen sich in drei Kategorien einteilen: Videos zur Problemlösung wecken potenziellen Bedarf, Produktvorführungen helfen Zuschauern bei der Einschätzung, ob ein Produkt für sie geeignet ist, und Fallbeispiele oder Einblicke in die Produktion schaffen Vertrauen. Zu jeder Kategorie sollten weiterführende Informationen auf der Website verfügbar sein.
Ein Anbieter von Verpackungsanlagen könnte beispielsweise ein Video mit dem Thema „Wie wählt man eine Abfüllanlage für unterschiedliche Flaschenformen aus?“ drehen, die wichtigsten Unterschiede zeigen und die Zuschauer anschließend dazu einladen, die technischen Daten der Modelle auf der Website anzusehen. Besucher, die so auf die Website gelangen, haben in der Regel einen konkreteren Bedarf als Personen, die lediglich den Betrieb einer Anlage beobachten.
Weitere Themenquellen sind Vertriebsdaten, Kunden-E-Mails, Suchbegriffe auf der Website und Kommentare zu ähnlichen Videos. Übernehmen Sie beliebte Themen nicht einfach. Prüfen Sie zuerst, ob sie zu Ihrem Produkt und Zielmarkt passen und ob die Zuschauer nach dem Ansehen einen Grund haben, sich weiter zu informieren.
Vergleichen Sie nach der Veröffentlichung anhand der jeweiligen Themenkategorie die Profil- und Website-Besuche, statt nur die Aufrufzahlen gegenüberzustellen. Ein Video mit durchschnittlichen Aufrufzahlen, das mehr Besuche auf Produktseiten bringt, kann langfristig wertvoller sein als ein Unterhaltungsbeitrag mit vielen Aufrufen, aber geringer Kaufabsicht.
Zeigen Sie gleich zu Beginn eine Frage, ein Ergebnis oder eine konkrete Situation, die für die Zuschauer relevant ist, beispielsweise den Unterschied vor und nach der Verwendung eines Produkts. Erläutern Sie anschließend den Ablauf und die Einsatzbedingungen mit prägnanten Bildern. Vermeiden Sie lange Intros, durch die Zuschauer abspringen, bevor sie zum Wesentlichen kommen.
Behandeln Sie möglichst nur eine zentrale Frage pro Video. Eine Produktvorführung kann nach dem Muster „Problemsituation – Anwendung – Ergebnis – nächster Schritt“ aufgebaut werden. Bei Angaben zu Leistung oder Wirkung sollten Sie die Testbedingungen nennen, Ergebnisse nicht übertreiben und nicht den Eindruck erwecken, dass alle Nutzer dieselben Ergebnisse erzielen.
Der Handlungsaufruf sollte zum Inhalt passen und erklären, was Zuschauer nach dem Besuch erwartet. „Die vollständige Spezifikation finden Sie über den Website-Link im Profil“ ist konkreter als „Klicken Sie auf den Link, um mehr zu erfahren“. Vergewissern Sie sich, dass die entsprechenden Informationen im Profil tatsächlich verfügbar sind.
Für internationale Märkte empfiehlt es sich, Untertitel in der den Zielgruppen vertrauten Sprache zu erstellen und Fachbegriffe, Maßeinheiten sowie Kontaktdaten zu überprüfen. Echte Produkte, Arbeitsschritte oder Arbeitsumgebungen im Video helfen Zuschauern einzuschätzen, ob der Inhalt für sie relevant ist.
Veröffentlichen Sie regelmäßig, ohne dafür die Genauigkeit der Informationen zu opfern. Sie können mehrere Videos zu unterschiedlichen Fragen rund um dasselbe Thema an einem Stück aufnehmen und anschließend verschiedene Einstiege, Vorführungen und Handlungsaufrufe testen. Dokumentieren Sie, welche Kombinationen mehr Besuche im Anschluss auslösen.
Die Inhalte der Landingpage sollten das im Video gegebene Versprechen einlösen: Wird im Video auf eine Spezifikation verwiesen, sollte diese auf der Seite leicht zu finden sein. Wird ein bestimmtes Produkt gezeigt, sollte die Seite dasselbe Modell samt den wichtigsten Informationen präsentieren. Eine Weiterleitung auf eine nicht passende Seite führt oft dazu, dass Besucher sie sofort wieder verlassen.
Prüfen Sie vorrangig die Nutzung auf Mobilgeräten, darunter Ladegeschwindigkeit, Lesbarkeit der Texte, Bilddarstellung und Bedienbarkeit der Schaltflächen. Wenn Sie mehrere Märkte ansprechen, sollten Sie außerdem die Erreichbarkeit in den Zielregionen prüfen und sicherstellen, dass Seitensprache, Währung und Anfrageprozess den lokalen Erwartungen entsprechen.
Für Anfragen aus dem Außenhandel sollte die Seite Entscheidungsgrundlagen wie Produktdaten, Anwendungsszenarien, Zertifizierungen oder Referenzen bereitstellen und einen gut sichtbaren Anfrageweg bieten. Erheben Sie im Formular nur die erforderlichen Angaben, vermeiden Sie unnötige Pflichtfelder und erklären Sie, wie die weitere Bearbeitung nach dem Absenden erfolgt.
Bei einem internationalen Onlineshop sollten Nutzer neben den Produktinformationen auch Preise, Versandkosten, Liefergebiete, Rückgabe- und Umtauschbedingungen sowie Zahlungsmethoden leicht finden können. Das Video weckt das Interesse; die Seite muss praktische Fragen vor dem Kauf beantworten, damit der eingehende Traffic auch zu Conversions führen kann.
Yingyingbao bietet Dienstleistungen wie mehrsprachige Website-Erstellung und Social-Media-Management für internationale Märkte an. Bei der Auswahl entsprechender Tools oder Services sollten Unternehmen vor allem prüfen, ob der Zugriff aus den Zielmärkten, die mobile Darstellung, die Bearbeitung von Landingpages und das Tracking von Daten unterstützt werden. Anschließend sollten sie die Angebote anhand ihrer eigenen Umsetzungskapazitäten bewerten.
Kennzeichnen Sie Links vor der Veröffentlichung mit einer Quelle, beispielsweise durch UTM-Parameter mit Angaben zu Quelle, Kanal und Kampagne. Prüfen Sie in Ihrem Webanalyse-Tool, ob die Daten korrekt erfasst werden. Wenn mehrere Videos denselben Profil-Link verwenden, sollten die einzelnen Kampagnenebenen unterscheidbar sein.
Werten Sie wöchentlich die Videoaufrufe, Profilbesuche, Link-Klicks, Landingpage-Besuche sowie Anfragen oder Käufe in dieser Reihenfolge aus. Die Klickzahlen der Plattform und die Website-Besuche können sich aufgrund von Ladeabbrüchen, unterschiedlichen Messmethoden oder Datenschutzeinstellungen der Nutzer unterscheiden und sollten nicht als identische Kennzahlen behandelt werden.
Wenn ein Video viele Aufrufe, aber wenige Profilbesuche erzielt, prüfen Sie zunächst, ob der Inhalt die Zielkunden anspricht und der Handlungsaufruf eindeutig ist. Gibt es viele Profilbesuche, aber wenige Link-Klicks, können Sie die Profilbeschreibung, die Platzierung des Links und den Grund für den Besuch anpassen. Verändern Sie nach Möglichkeit jeweils nur einen wesentlichen Faktor.
Wenn die Website zwar viele Besuche, aber wenige Anfragen oder Bestellungen verzeichnet, prüfen Sie, ob Seite und Video zusammenpassen, das Formular funktioniert und Versandkosten oder Preise klar angegeben sind. Berücksichtigen Sie bei der Analyse auch die Herkunftsregionen und verwendeten Geräte. Gehen Sie den gesamten Weiterleitungspfad gegebenenfalls selbst Schritt für Schritt durch.
Unterscheiden Sie bei der Erfolgsmessung zwischen Traffic und geschäftlichem Wert: Außenhandelsunternehmen können qualifizierte Anfragen und daraus resultierende Abschlüsse verfolgen, Onlineshops beispielsweise Warenkorbaktionen und Bestellungen. Ziehen Sie aus wenigen Datenpunkten keine voreiligen Schlüsse. Sammeln Sie kontinuierlich Daten und entscheiden Sie erst dann, in welche Inhaltskategorien Sie stärker investieren.
Für erfolgreiches TikTok-Marketing sollten Sie zunächst die verfügbaren Weiterleitungsoptionen prüfen, anschließend Inhalte rund um Kundenfragen erstellen, mit einem klaren Besuchsgrund auf passende Landingpages verweisen und Besuche sowie Conversions kontinuierlich messen. Entscheidend ist nicht ein einmaliger Anstieg der Aufrufe, sondern eine wiederholbare Methode, die zuverlässig Zielkunden erreicht.
Verwandte Artikel
Verwandte Produkte


