RCEP führt ein KI-basiertes System zur Überprüfung der umweltfreundlichen Ursprungsbezeichnung ein: Automatische Ausstellung von e-CO- und CO2-Fußabdruck-Zertifikaten über zwei Kanäle

Veröffentlichungsdatum:04-05-2026
EasyTreasure
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Am 2. Mai 2026 startete das ASEAN-Sekretariat gemeinsam mit China, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland das RCEP-System zur KI-gestützten Überprüfung der grünen Herkunft. Dieses System verpflichtet Hersteller von elektromechanischen Produkten, Produkten aus den Bereichen neue Energien und Leichtindustrie, die in die RCEP-Region exportiert werden, die automatische Erfassung strukturierter CO₂-Daten und Herkunftsnachweise auf ihren offiziellen Websites zu unterstützen. Dieser Mechanismus hat direkte Auswirkungen auf Unternehmen, die auf den RCEP-Markt für ihre Exporte angewiesen sind, insbesondere auf solche, die häufig Ursprungszeugnisse beantragen und an der Liste für umweltfreundliche Beschaffung teilnehmen. Die Einhaltung der Vorschriften stellt somit eine erhebliche Hürde dar.

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Am 2. Mai 2026 veröffentlichte das ASEAN-Sekretariat gemeinsam mit China, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland eine aktualisierte Bekanntmachung zum RCEP-Grünhandel und führte offiziell das duale elektronische Ursprungszeugnis-Verifizierungssystem „e-CO + Carbon Passport“ mit KI-Unterstützung ein. Das System zielt auf elektromechanische Produkte, Produkte aus den Bereichen neue Energien und Leichtindustrie ab, die in die RCEP-Region exportiert werden. Unternehmen müssen strukturierte Daten zum CO₂-Fußabdruck und zur Herkunftslandangabe auf ihren Produktseiten im Internet integrieren, damit das System diese Daten automatisch erkennen und abrufen kann. Unternehmen, die ihre Websites nicht anpassen, riskieren Verzögerungen bei der Zollabfertigung in den Importländern und den Ausschluss von der Liste der förderfähigen Käufer.

Welche Teilsektoren werden betroffen sein?

Direkthandelsunternehmen

Da die Zollbehörden der RCEP-Mitgliedstaaten sowohl e-CO- als auch Carbon-Passport-Dokumente einreichen müssen, basiert die Exportdokumentation nicht mehr ausschließlich auf Papier oder herkömmlichen elektronischen Ursprungszeugnissen (wie z. B. Formular E), sondern auf der Echtzeit-Datenbereitstellung durch die offizielle Website. Dies hat folgende Auswirkungen: Die Ursprungserklärung wird in die Produktlistung integriert; die CO₂-Daten müssen in einem maschinenlesbaren Format (z. B. JSON-LD) auf der Produktseite der offiziellen Website eingebettet werden; und bestehende Zollabfertigungsdienste können den automatischen Verifizierungsprozess des Systems möglicherweise nicht mehr abdecken.

Verarbeitungs- und Fertigungsunternehmen

Als Hersteller von elektromechanischen Produkten, Produkten für neue Energien und Leichtindustrieprodukten können Unternehmen, denen die Kenntnisse über ihre eigenen CO₂-Emissionsfaktoren fehlen oder die keine interne CO₂-Bilanzierung implementiert haben, keine strukturierten CO₂-Daten generieren, die den Anforderungen des RCEP-Systems entsprechen. Die wichtigsten Auswirkungen sind: Offizielle Produktseiten müssen verifizierte CO₂-Fußabdruckwerte (keine Schätzwerte oder Spannen) anzeigen; die CO₂-Daten müssen nachweislich mit den Herkunftslandangaben verknüpft sein (z. B. durch eine einheitliche Produktcodierung); und einige Unternehmen müssen möglicherweise ihre CO₂-Rückverfolgbarkeitsprozesse auf Stücklistenebene neu bewerten.

Unternehmen für Lieferkettendienstleistungen

Dies umfasst Ursprungszertifikatsagenturen, Anbieter von SaaS-Dienstleistungen für den grenzüberschreitenden Zoll und Plattformen für CO₂-Management. Sind ihre bestehenden Servicemodule nicht an die automatische Ausstellungslogik von e-CO + Carbon Passport mit Dual-Link-Anbindung angepasst (z. B. unterstützen sie nicht die Einbindung strukturierter Daten von der offiziellen Website oder können sich nicht mit KI-gestützten Verifizierungsschnittstellen des Zolls verbinden), riskieren sie einen Kundenverlust. Die Folgen sind: Höhere Servicestandards – von reiner Dokumentenausstellung hin zu Datenbereitstellung auf der offiziellen Website und erfolgreicher Systemverifizierung – sowie der Bedarf an flexiblen Integrationsmöglichkeiten mit CMS- oder ERP-Systemen für Unternehmenswebsites.

Auf welche Schlüsselbereiche sollten sich die relevanten Unternehmen oder Fachleute konzentrieren und wie sollten sie derzeit reagieren?

Beachten Sie die sukzessive Veröffentlichung der Zolldurchführungsbestimmungen durch die RCEP-Mitgliedstaaten.

Die vorliegende Bekanntmachung wurde gemeinsam vom ASEAN-Sekretariat herausgegeben. Spezifische Umsetzungsdetails (wie beispielsweise obligatorische Felder für CO₂-Daten, Toleranzgrenzen für die Überprüfung und Übergangsregelungen) werden jedoch schrittweise von den Zollbehörden der einzelnen Einfuhrländer veröffentlicht. Unternehmen sollten daher die Aktualisierungen auf den offiziellen Websites der chinesischen Zollverwaltung, des japanischen Zollamts und des koreanischen Zolldienstes regelmäßig überprüfen und sich bei technologischen Aktualisierungen nicht ausschließlich auf die gemeinsame Bekanntmachung verlassen.

Differenzieren Sie zwischen wichtigen Produktkategorien und wichtigen Märkten und priorisieren Sie die Anpassung besonders sensibler Exportgüter.

Die Ankündigung umfasst explizit elektromechanische Produkte, Produkte aus den Bereichen neue Energien und Leichtindustrie, jedoch werden nicht alle Unterkategorien gleichzeitig umgesetzt. Beispielsweise werden Produkte, die bereits in den Listen für umweltfreundliche Beschaffung vieler Länder aufgeführt sind, wie Photovoltaikmodule, Lithium-Ionen-Batteriespeicher und Kleinmotoren, voraussichtlich in die erste Gruppe der Pilotkategorien für die KI-Verifizierung aufgenommen. Unternehmen sollten die HS-Code-Liste ihres Landes konsultieren, um spezifische Produkte im Rahmen des diesjährigen RCEP zu identifizieren, die eine hohe Exporthäufigkeit und einen hohen Wert aufweisen und zu den Kategorien für umweltfreundliche Beschaffung gehören, und die Anpassung ihrer offiziellen Website priorisieren.

Die Neugestaltung der Website wurde als Initiative zur Daten-Governance und nicht einfach als Frontend-Entwicklungsaufgabe positioniert.

Die Anforderung des e-CO+Carbon Passport, strukturierte Daten über die offizielle Website auszugeben, zielt im Wesentlichen darauf ab, Unternehmen zur Standardisierung der externen Darstellung ihrer internen Kontrolldaten zu bewegen. Dazu gehören beispielsweise Ergebnisse der CO₂-Fußabdruckberechnung und die Logik zur Herkunftsbestimmung. Konkret bedeutet dies, dass gleichzeitig die Analyse von CO₂-Datenquellen (z. B. CO₂-Koeffizienten vorgelagerter Materialien, Emissionsstatistiken an Werksgrenzen), die Zuordnung von Herkunftsstandards (z. B. Bewertung der Anwendbarkeit der RCEP-Regeln) und die Kompatibilitätsaktualisierung des CMS-Templates der offiziellen Website mit Schema.org erforderlich sind. Alle drei Schritte sind unerlässlich.

Arbeiten Sie im Vorfeld mit Zollbeamten und Kohlenstoffberatern zusammen, um die Zugriffsmöglichkeiten der Testumgebung zu überprüfen und zu testen.

Das offizielle Testportal des RCEP-Systems wurde zwar noch nicht öffentlich bekannt gegeben, einige Mitgliedsländer (wie Singapur und Neuseeland) haben jedoch Sandbox-Umgebungen für Vorabtests eingerichtet. Unternehmen sollten mit ihren bestehenden Dienstleistern oder Drittanbieter-Plattformen für CO₂-Management zusammenarbeiten, um zu klären, ob sie Zugang zum Testkanal haben und Beispieldatensätze (einschließlich e-CO₂-Signatur-Hashes und digitaler Fingerabdrücke des Carbon Passport) generieren können, die den Anforderungen der KI-Verifizierung entsprechen. So lassen sich Anpassungen in letzter Minute vermeiden.

Standpunkt des Herausgebers / Branchenbeobachtung

Offensichtlich handelt es sich bei dieser Einführung nicht nur um die Einführung eines technischen Systems, sondern um die erste institutionelle Verknüpfung von Handelserleichterungs- und Klimaschutzregeln im Rahmen des RCEP-Abkommens. Analysen zeigen, dass die zentrale Wirkung derzeit nicht auf Strafklauseln beruht, sondern auf zwei praktischen Übertragungsmechanismen: Verzögerungen bei der Zollabfertigung und Streichung von der Liste umweltfreundlicher Abnehmer – erstere beeinträchtigen den Cashflow, letztere die langfristige Auftragsakquise. Aus Branchensicht signalisiert dieser Mechanismus einen tiefgreifenden Wandel: Ursprungsregeln entwickeln sich von Compliance-Vorgaben hin zu einer Infrastruktur für grüne Wettbewerbsfähigkeit; und die offizielle Website ist nicht länger nur eine Marketingplattform, sondern wird zu einer rechtlichen Dateneingabestelle für den grenzüberschreitenden Handel. Das System ist noch nicht in allen RCEP-Mitgliedstaaten vollständig einsatzbereit, und die schrittweise Implementierung muss noch bestätigt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einführung des RCEP-Systems zur KI-gestützten Verifizierung grüner Herkunft einen neuen Meilenstein im Herkunftsmanagement darstellt, der datengetriebene Ansätze und eine kohlenstoffarme Ausrichtung in den Vordergrund stellt. Es handelt sich nicht um eine einmalige Überprüfung der Richtlinien, sondern um einen kontinuierlichen Test der Kompetenzen von Unternehmen im Bereich der CO₂-Datenverwaltung, der technischen Architektur ihrer Websites und der abteilungsübergreifenden Kooperationsmechanismen. Aktuell lässt es sich am besten als ein Compliance-Prozess verstehen, der initiiert und schrittweise implementiert wurde, dessen Details sich aber noch weiterentwickeln. Unternehmen sollten mit der „minimalen praktikablen Option“ beginnen und sich auf Schlüsselprodukte und kritische Märkte konzentrieren, anstatt einen pauschalen Ansatz zu verfolgen.

Erläuterung der Informationsquelle:
Hauptquelle: RCEP Green Trade Upgrade Announcement, herausgegeben vom ASEAN-Sekretariat in Zusammenarbeit mit China, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland am 2. Mai 2026.
Folgende Bereiche erfordern eine kontinuierliche Überwachung: der Zeitplan für die Veröffentlichung der Zolldurchführungsbestimmungen durch die einzelnen RCEP-Mitgliedsländer, die technischen Spezifikationsdokumente für das e-CO+Carbon Passport Dual-Link-System (wie z. B. Schemadefinitionen und API-Schnittstellenbeschreibungen) und der Zeitplan für die vollständige Systemeinführung.

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