Wenn dasselbe Produkt auf der Website-Detailseite, der Anzeigen-Landingpage und in der Produktbroschüre unterschiedliche Bezeichnungen trägt, können Kunden im Ausland nur schwer erkennen, ob es sich um dasselbe Modell handelt. Bei technischen Daten ist es ähnlich: Wird ein Begriff auf verschiedenen Seiten einmal mit „Nennleistung“ und einmal mit „Maximalleistung“ übersetzt, geht es nicht mehr nur um uneinheitliche Formulierungen – auch die Produktauswahl und die Kommunikation bei Anfragen können darunter leiden.
Damit die Terminologie bei der KI-Übersetzung einheitlich bleibt, reicht es nicht, das Tool jeden Begriff mechanisch immer gleich übersetzen zu lassen. Zunächst müssen Produktkonzept, Anwendungsbereich und Prüfregeln festgelegt werden. Anschließend müssen Übersetzung, Veröffentlichung und Aktualisierung auf denselben Vorgaben beruhen.
Ein häufiges Vorgehen ist, die gesamten Produktunterlagen von einer KI übersetzen zu lassen und uneinheitliche Bezeichnungen anschließend Seite für Seite zu korrigieren. Bei wenigen Seiten funktioniert das noch. Sobald die Website jedoch um mehrere Sprachversionen erweitert wird, tritt dasselbe Problem immer wieder auf.
Weniger Nacharbeit verursacht es, wenn zunächst risikobehaftete Begriffe aus den vorhandenen chinesischen Unterlagen herausgefiltert werden. Vorrangig zu prüfen sind Produktnamen, Serienbezeichnungen, Modellnummern, zentrale Komponenten, technische Daten, Funktionsbezeichnungen und Begriffe aus dem Kundendienst. Auch Begriffe, die Produktmanagement, Vertrieb und Kundenservice häufig erklären müssen, sollten aufgenommen werden: Oft sind es genau die Begriffe, die bei Kunden leicht zu Missverständnissen führen.
Es sollten nicht nur einzelne Begriffe erfasst werden, sondern auch ihr Kontext. „Leistung“ kann beispielsweise Nennleistung, Eingangsleistung oder Ausgangsleistung bedeuten. Ist dies im Ausgangstext nicht eindeutig, sollte die Übersetzung zunächst mit der technischen Leitung abgestimmt werden, statt die KI die Bedeutung eigenständig ergänzen zu lassen. Modellnummern, Markennamen und nicht bestätigte Produktcodes sollten als unverändert zu übernehmende Angaben gekennzeichnet werden, damit sie nicht umformuliert werden.
Ein praxistaugliches Glossar sollte mindestens den chinesischen Begriff, die Übersetzung in der Zielsprache, eine Definition oder Anwendungshinweise, das betreffende Produkt, die Zulässigkeit von Varianten sowie die bestätigende Person und das Aktualisierungsdatum enthalten. Bei mehrsprachigen Projekten sollten die Angaben nach Sprache getrennt erfasst werden. Wird dieselbe Sprache in unterschiedlichen Märkten verwendet, kann zusätzlich die jeweilige Region angegeben werden, damit eine regionale Bezeichnung nicht unbesehen auf alle Seiten übertragen wird.
Besonders wichtig ist es, im Glossar auch festzuhalten, was nicht zulässig ist. Unterscheiden sich beispielsweise zwei ähnlich klingende Parameter hinsichtlich ihrer Messbedingungen, sollten ihre Definitionen und entsprechenden Übersetzungen getrennt aufgeführt werden, statt sie zu einem allgemeinen Begriff zusammenzufassen. Bei Umrechnungen müssen Zahlenwert, Einheit und Genauigkeit gemeinsam überprüft werden; es genügt nicht, nur die Einheitensymbole abzugleichen. Die konkrete Umrechnung und Kennzeichnung müssen sich nach den Produktunterlagen und den Anforderungen des jeweiligen Marktes richten.
Auch die Reihenfolge der Begriffsbestätigung ist wichtig: Die technische Bedeutung sollten Forschungs- und Entwicklungs- oder Produktmitarbeitende bestätigen. Ob Kunden den Begriff leicht verstehen, können Vertriebs- oder Sprachfachkräfte beurteilen, die mit dem Zielmarkt vertraut sind. Bei Uneinigkeit kann die Produktdetailseite den präzisen Fachbegriff beibehalten und zusätzlich erläutern. Der Bedeutung zuliebe muss nicht auf eine möglichst kurze Formulierung bestanden werden.

Tools, in die sich ein Terminologieverzeichnis importieren lässt, sollten vorrangig mit dieser Funktion genutzt werden. Unterstützt das aktuelle Tool diese Funktion nicht, kann dem Übersetzungsauftrag ein Glossar mit den für den jeweiligen Inhalt relevanten Begriffen beigefügt werden. Dabei sollte ausdrücklich festgelegt werden, wie Produktnamen, Modellnummern und technische Daten zu behandeln sind. Eine große Menge irrelevanter Begriffe erschwert hingegen die Prüfung auf Auslassungen.
Bei der Übermittlung des Inhalts sollte auch der Verwendungszweck der Seite angegeben werden: Handelt es sich um eine Produktdetailseite, eine Anzeigenüberschrift oder einen Kundendiensthinweis? Bei Anzeigentexten mit begrenzter Länge kann der Satzbau angepasst werden, der zentrale Produktname darf jedoch nicht durch einen Begriff für ein anderes Konzept ersetzt werden. In Datentabellen hat die Genauigkeit der Angaben Vorrang; einschränkende Bedingungen dürfen nicht zugunsten eines flüssigeren Leseflusses weggelassen werden.
Die Anweisungen können konkret formuliert werden, zum Beispiel: „Übersetze anhand des bereitgestellten Glossars; Modellnummern und Markennamen unverändert übernehmen; unklare technische Bedeutungen kennzeichnen und nicht eigenständig ergänzen.“ Dabei gilt: Eine Anweisung bedeutet nicht, dass das Tool sie zwangsläufig befolgt. Kritische Produktbegriffe müssen weiterhin einzeln geprüft werden, besonders wenn längere Texte in mehreren Abschnitten oder von verschiedenen Personen übersetzt werden.
Ein weiterer leicht übersehener Punkt ist die Version des Ausgangstextes. Wurde eine Website-Seite bereits aktualisiert, während weiterhin mit einem alten Produkthandbuch übersetzt wird, können die technischen Daten trotz einheitlicher Terminologie veraltet sein. Vor der Übersetzung sollte daher die Version der Unterlagen überprüft werden. Bei nicht veröffentlichten technischen Daten oder Kundeninformationen ist außerdem vorab zu klären, ob deren Verarbeitung mit dem verwendeten Tool und den internen Abläufen vereinbar ist.
Es reicht nicht aus, nur den Website-Text zu überprüfen. Kunden gelangen möglicherweise über ein Suchergebnis oder eine Anzeige auf eine Landingpage, sehen sich anschließend Produktdetails an, laden Unterlagen herunter und stellen schließlich eine Anfrage. Für ein wichtiges Produkt können die Verantwortlichen diesen Weg nachverfolgen und Seitentitel, Navigation, Produktkarten, Datentabellen, Bildtexte, herunterladbare Dateien und Formularoptionen abgleichen. So lässt sich prüfen, ob Bezeichnungen und Modellnummern einander eindeutig zugeordnet werden können.
Für die Massenprüfung können Tabellenfilter oder die Textsuche verwendet werden, um alte Übersetzungen, unzulässige Varianten und nicht übersetzte Felder zu finden. Die Suche kann jedoch nur bekannte Probleme aufdecken, nicht beurteilen, ob ein Satz im technischen Kontext angemessen ist. Inhalte mit hohem Risiko, etwa Sicherheitshinweise, Leistungsgrenzen und Lieferumfang, sollten von produktkundigen Personen überprüft werden. Bei Bedarf sollte zusätzlich eine Person mit Kenntnissen der lokalen Sprache den Wortlaut prüfen.
Einheitliche Terminologie bedeutet nicht, dass an allen Stellen ausschließlich eine einzige Formulierung vorkommen darf. Suchende verwenden möglicherweise Abkürzungen oder branchenübliche Bezeichnungen. Auf der Seite können solche gebräuchlichen Bezeichnungen bei der ersten Erwähnung ergänzt werden; Hauptproduktname, Parameterbezeichnungen und Modellnummern müssen jedoch klar und stabil bleiben. Verschiedene Produktkategorien dürfen nicht als Synonyme dargestellt werden, nur um mehr Suchbegriffe abzudecken.
Mit der Erstellung des Glossars ist die Arbeit nicht abgeschlossen. Nach einer Produktüberarbeitung, aufgrund von Marktfeedback oder einer Anpassung der technischen Definition sollten die alte und die neue Übersetzung, der Zeitpunkt des Inkrafttretens und der Änderungsgrund dokumentiert werden. Außerdem muss eine verantwortliche Person die Änderung bestätigen. Anschließend sind die zugehörigen Inhalte zu überprüfen: mehrsprachige Websites, Anzeigen-Landingpages, Produktbroschüren, Social-Media-Materialien und häufig verwendete Antworten des Kundenservice – verwenden sie noch die alte Bezeichnung?
Bei Plattformen wie 易营宝, die Website-Erstellung und internationales Marketing abdecken, fallen in der praktischen Arbeit unterschiedliche Kanäle wie Websites, Anzeigen und soziale Medien an. Auch wenn diese Inhalte von verschiedenen Personen gepflegt werden, sollte für sie dasselbe bestätigte Produktglossar gelten. Können die Systeme Änderungen nicht automatisch synchronisieren, muss eine Liste der noch zu aktualisierenden Inhalte erstellt und vor der Veröffentlichung Punkt für Punkt geprüft werden. Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass eine Änderung automatisch für alle Kanäle gilt.
Teams, die gerade erst mit der Aufbereitung mehrsprachiger Inhalte beginnen, müssen nicht warten, bis das Glossar alle Produkte abdeckt. Sie können zunächst eine Produktgruppe mit vielen Anfragen oder komplexen technischen Daten auswählen, die zentralen Begriffe abstimmen, die Übersetzung und seitenübergreifende Prüfung abschließen und anschließend die dabei festgestellten Probleme in das Glossar aufnehmen. So gibt es für die nächste Inhaltsrunde eine verlässliche Grundlage, statt weiterhin jede Seite manuell nach bestem Ermessen zu übersetzen.
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