Die zentrale Aufgabe einer Website für den internationalen Vertrieb von Logistikanlagen besteht darin, ausländischen Kunden verständlich zu machen, welche Aufgaben die Anlagen unter welchen Bedingungen erfüllen können. Produktseiten sollten wichtige Kennwerte zusammen mit den Testbedingungen aufführen. Anwendungsseiten sollten den Zusammenhang zwischen Gütern, Räumlichkeiten, Arbeitsabläufen und Anlagen erläutern. Erst durch die Verknüpfung beider Seitentypen können Besucher von „Die technischen Daten scheinen passend“ zu der Frage gelangen, ob die Bedingungen des Projekts tatsächlich übereinstimmen.
Ein Kennwert kann ohne Angaben zu den Messbedingungen zu einer falschen Auswahl führen. Die Förderleistung eines Förderers muss beispielsweise zusammen mit den Abmessungen und dem Gewicht der Güter, deren Abstand sowie der Fördergeschwindigkeit betrachtet werden. Bei einem automatisierten Hochregallager wird die Ein- und Auslagerleistung außerdem durch die Lagerplatzanordnung, das Verhältnis von Ein- zu Auslagerungen und die Betriebsstrategie beeinflusst. Ein einzelner Höchstwert auf der Seite zeigt nicht, ob die Anlage den Anforderungen vor Ort gerecht wird.
In der Produkttabelle können je nach Anlagenkategorie passende Felder vorgesehen werden. Einheiten, Anwendungsbereiche und Hinweise sollten dabei erhalten bleiben. Bei der Darstellung in verschiedenen Regionen können für Gewicht, Länge und Geschwindigkeit gängige Einheiten nebeneinander angegeben werden. Umrechnungswerte müssen jedoch mit den ursprünglichen technischen Unterlagen abgeglichen werden, damit Datenblatt, Website und Download-Datei keine unterschiedlichen Angaben enthalten.
Bei Anlagen mit vielen Spezifikationen können zunächst die für eine Vorauswahl relevanten Angaben angezeigt und anschließend das vollständige Datenblatt bereitgestellt werden. Fehlen Angaben, ist ein eindeutiger Hinweis wie „projektbezogen zu bestätigen“ verlässlicher als ein nicht verifizierter allgemeiner Wert.
Eine Anwendungsseite sollte den Weg der Güter vom Eingang über die einzelnen Stationen bis zum Ziel darstellen. Am Beispiel der Paletteneinlagerung können nacheinander die Fördertechnik für die Einlagerung, die Güteridentifikation, die Prüfung von Abmessungen und Gewicht, das Heben oder Umsetzen sowie die Lagerung im Regal gezeigt werden. Dabei sollte gekennzeichnet sein, welche Anlagen zur optionalen Ausstattung gehören. So können Besucher auch dann, wenn sie sich nur für eine einzelne Anlage interessieren, beurteilen, welche Anforderungen an die Anbindung an vor- und nachgelagerte Systeme bestehen.

In einer Szenarioabbildung können die Förderrichtung, die Anlagenpositionen und wichtige Übergabepunkte markiert werden. Die Darstellung sollte jedoch nicht den Eindruck erwecken, dass sämtliche gezeigten Konfigurationen zum standardmäßigen Lieferumfang gehören. Neben der Abbildung kann darauf hingewiesen werden, dass das Layout lediglich der Veranschaulichung des Ablaufs dient und die tatsächlichen Gangbreiten, Wenderadien und Abstände zwischen den Anlagen anhand der Zeichnungen und der Güterbedingungen festgelegt werden müssen.
Unterschiedliche Güter erfordern unterschiedliche Anlagenkombinationen. Bei der Kartonförderung beeinflussen beispielsweise die Ebenheit der Kartonunterseite und der Umfang der Größenabweichungen die Wahl der Fördertechnik und die Führungsauslegung. Bei Paletten sind dagegen Material, Einfahrtrichtung der Gabelzinken, Unterkonstruktion und Lastverteilung zu berücksichtigen. Für Kühlhäuser oder Umgebungen mit hohem Staubaufkommen müssen die Anlagenkonfiguration und die Einsatzbedingungen der Komponenten gesondert geprüft werden. Bilder aus einem Lager bei Raumtemperatur reichen dafür nicht aus.
Jede Anwendungsseite kann auf die entsprechenden Produktdetails verweisen und den Grund für die Verknüpfung erläutern. Wenn sich beispielsweise die Förderrichtung in einem bestimmten Übergabebereich ändert, sollte die entsprechende Seite die Kurvenförderung oder Umsetzungsart, den geeigneten Güterbereich und den erforderlichen Platzbedarf darstellen. Bei Anlagen, die einen Arbeitsschritt nicht eigenständig ausführen können, sind Angaben zu den Schnittstellen mit dem Steuerungssystem, der Förderlinie oder dem Regalsystem hilfreicher als eine bloße Auflistung von Anlagennamen.
Neben Modellnummern und Bildern sollte eine Produktdetailseite den Zugriff auf hilfreiche Unterlagen für die Abstimmung ermöglichen, etwa Maßzeichnungen, technische Datenblätter und Informationen zu den Installationsbedingungen. Zeichnungen müssen die Versionsnummer und die zutreffenden Modelle angeben. Dient eine Abbildung lediglich der Darstellung einer Produktreihe, sollte die Seite darauf hinweisen, dass für die konkrete Konfiguration die entsprechenden Unterlagen maßgeblich sind.
Auf mehrsprachigen Seiten ist besonders auf einheitliche technische Begriffe zu achten. Wird dasselbe Bauteil in der Datentabelle, der Zeichnungserläuterung und dem Anfrageformular unterschiedlich übersetzt, können die Gesprächspartner fälschlicherweise annehmen, dass verschiedene Konfigurationen gemeint sind. Modellnummern, Einheiten, Schnittstellenbezeichnungen und Definitionen der Tragfähigkeit sollten von Fachleuten geprüft werden, die mit den Anlagen vertraut sind. Eine Prüfung darauf, ob die Übersetzung flüssig klingt, reicht nicht aus.
Bei kundenspezifisch anpassbaren Anlagen sollte die Seite zwischen dem Standardumfang und noch abzustimmenden Punkten unterscheiden. So kann die Länge einer Förderlinie an das Layout angepasst werden; Fördergut, Kurvenpositionen, Anlagenhöhe und gewünschte Taktzeit müssen jedoch gemeinsam festgelegt werden. Werden sämtliche Felder in der Datentabelle pauschal mit „kundenspezifisch anpassbar“ versehen, können Kunden nicht beurteilen, ob die vorhandene Lösung ihrem Bedarf bereits nahekommt.
Auch andere Unternehmensunterlagen sollten thematisch getrennt abgelegt werden. So gehört Ein Überblick über bestehende Probleme und Gegenmaßnahmen bei der Steuerplanung von Unternehmen zum Finanzmanagement und sollte nicht mit technischen Spezifikationen oder Unterlagen zu Lageranwendungen vermischt werden, damit die Suche nach technischen Informationen nicht erschwert wird.
Wenn Besucher über eine Anlagenseite eine Anfrage senden, sollte das Formular die angesehene Modellnummer oder den Namen der Anwendung übernehmen. So muss in der anschließenden Kommunikation nicht erst geklärt werden, worauf sich die Anfrage bezieht. Pflichtfelder sollten auf wenige Angaben beschränkt sein, etwa Kontaktdaten und eine Beschreibung des Bedarfs. Abmessungen und Stückgewicht der Güter, Durchsatz und verfügbarer Platz können als optionale Felder ergänzt werden. Außerdem sollte das Hochladen von Layoutzeichnungen oder Fotos der Güter möglich sein.
Die Feldbezeichnungen sollten klarstellen, worauf sich die Angaben beziehen. Beim Feld „Durchsatz“ kann beispielsweise angegeben werden, ob die Menge pro Stunde oder pro Schicht einzutragen ist. Beim „Gewicht der Güter“ sollte zwischen dem Gewicht eines einzelnen Stücks und dem Gesamtgewicht einer Palette unterschieden werden. Für noch nicht feststehende Angaben ist eine Auswahlmöglichkeit wie „noch zu bestätigen“ hilfreicher als die Aufforderung, einen Schätzwert einzugeben.
Vor der Veröffentlichung sollten die Seiten, Datenblätter und Formulare anhand derselben Anlagenunterlagen miteinander abgeglichen werden: Stimmen die Modellnummern überein? Sind die Einheiten klar angegeben? Ist die in der Anwendungsabbildung gezeigte Anlage auf der zugehörigen Produktseite zu finden? Nach einer Aktualisierung der Unterlagen sollten auch verknüpfte Seiten und Download-Dateien überprüft werden, damit veraltete Kennwerte nicht weiterhin in der Projektkommunikation verwendet werden.
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