Wenn viele Unternehmen ein kostenloses Angebot für Webdesign anfordern, geht es oberflächlich betrachtet um ein „Angebot“. Tatsächlich liegt das Problem jedoch oft nicht beim Preis, sondern bei unvollständigen Informationen. Der Dienstleister stellt eine Fragenrunde, das Unternehmen ergänzt eine weitere, das Konzept wird immer wieder geändert. Am Ende geht dabei nicht nur die Zeit für einige E-Mails verloren, sondern auch Zeit in der Projektplanung, bei internen Entscheidungsprozessen und möglicherweise sogar im vorgesehenen Zeitfenster für die Veröffentlichung.
Wenn Sie derzeit für ein Website-Projekt verantwortlich sind, sollten Sie den Anbieter nicht vorschnell um ein Konzept bitten. Klären Sie zunächst Ziele, Leistungsumfang, Vorbereitungsstand der Inhalte, Zeitplan für die Veröffentlichung und Zuständigkeiten in der Zusammenarbeit. Das ist oft hilfreicher, als weitere Anbieter zum Preisvergleich zu suchen. Wie genau ein Angebot ausfällt, hängt häufig davon ab, wie viele verwertbare Informationen Sie im Vorfeld bereitstellen.
Die Situation sieht häufig so aus: Ein Unternehmen schreibt zunächst: „Wir möchten eine Unternehmenswebsite erstellen lassen, bitte nennen Sie uns einen Preis“, und fügt einige Links zu Websites von Wettbewerbern hinzu. Auf den ersten Blick scheint es, als seien bereits Anforderungen übermittelt worden. Tatsächlich reichen solche Informationen bei Weitem nicht aus.
Ein Angebot für die Erstellung einer Website ist nicht mit dem Kauf eines standardisierten Produkts vergleichbar. Eine Website ist ein Träger für Geschäftsprozesse. Besonders bei Marketing-Websites, Websites für den Außenhandel, mehrsprachigen Websites und eigenständigen Websites wirken sich Seitenanzahl, Sprachversionen, Formularlogik, Inhaltsmigration, SEO-Grundlagen und Schnittstellen für spätere Werbeschaltungen unmittelbar auf Zeitaufwand und Kosten aus. Wenn Sie diese Punkte nicht zuerst klar benennen, kann der Anbieter nur auf Grundlage seiner Erfahrung schätzen. Je mehr geschätzt werden muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit späterer Nacharbeiten.
Kurz gesagt: Wenn Sie wiederholte Rückfragen reduzieren möchten, sollten Sie zunächst klären, „welches Problem die Website lösen soll“, statt nur zu fragen: „Was kostet eine Website?“
Dieser Abschnitt ist besonders wichtig. Wenn die Projektverantwortlichen die folgenden Inhalte intern vorab zusammenstellen können, ist die Qualität des ersten Gesprächs in der Regel deutlich höher.
1. Projektziel: Soll die Website lediglich informieren oder auch zur Kundengewinnung beitragen?
Das ist die erste grundlegende Unterscheidung. Manche Unternehmen möchten ihr Erscheinungsbild verbessern, andere mehr Anfragen aus dem Ausland gewinnen, wieder andere benötigen die Website zur Unterstützung von Google SEO, Werbe-Landingpages oder der Kundengewinnung über soziale Medien. Je nach Ziel unterscheiden sich Website-Struktur, Seitenlogik und Inhaltstiefe.
Bei einer Website für den Außenhandel eines Herstellers können beispielsweise Produktkategorien, Anwendungsszenarien, Zertifikate, der Anfrageprozess und mehrsprachige Versionen im Mittelpunkt stehen. Bei einem Projekt zur Internationalisierung einer Marke können dagegen Markengeschichte, Nutzererlebnis, Zahlungsprozess und die Anbindung an Marketing-Automatisierung wichtiger sein. Ohne ein klares Ziel bleibt auch das Angebot zwangsläufig ungenau.
2. Seiten- und Funktionsumfang: Sagen Sie nicht nur „Orientieren Sie sich an dieser Website“
Eine Referenz-Website kann hilfreich sein, ersetzt aber keine Beschreibung der Anforderungen. Sie sollten mindestens Folgendes zusammenstellen:
Viele Unternehmen sagen zunächst: „Machen wir es erst einmal einfach“, ergänzen dann aber im Projektverlauf Formularweiterleitungen, Dokumentdownloads, Bewerbungen von regionalen Vertriebspartnern oder Tracking für Leads. Solche zusätzlichen Anforderungen führen besonders leicht zu Budgetkonflikten. Sie müssen in der Anfangsphase noch kein technisches Dokument erstellen, sollten aber die vorgesehenen Geschäftsabläufe klar beschreiben.
3. Vorbereitungsstand der Inhalte: Eine Website besteht nicht nur aus Designentwürfen
Der Inhalt wird im Projektverlauf am häufigsten unterschätzt. Wer stellt Unternehmensinformationen, Produktparameter, Bilder von Referenzprojekten, Qualifikationsnachweise, FAQ, Markenmaterialien und weitere Inhalte bereit? Können vorhandene Materialien direkt verwendet werden? Gibt es chinesische und englische Versionen? Wenn diese Fragen nicht frühzeitig geklärt werden, kann selbst ein gut geplanter Entwicklungszeitraum ins Stocken geraten.
Viele Verantwortliche für technische Projekte gehen selbstverständlich davon aus, dass die Designagentur auch die Inhalte bereitstellt. In der Praxis sieht es jedoch häufig so aus: Das Design kann die Ausdrucksweise optimieren, aber die Bereitstellung der grundlegenden Geschäftsinformationen des Unternehmens nicht ersetzen. Besonders bei technischen Produkten, Industrieanlagen und Produkten für den Außenhandel ist es ohne interne Unterstützung schwierig, Inhalte zu erstellen, die sowohl fachlich professionell als auch überzeugend für die Kundengewinnung sind.

4. Budgetrahmen: Sie müssen nicht den niedrigsten Preis nennen, sollten aber eine Spanne angeben
Viele befürchten, dass sie benachteiligt werden, wenn sie ihr Budget frühzeitig nennen, und lassen deshalb mehrere Anbieter blind kalkulieren. Das Ergebnis sind meist nicht realistischere Preise, sondern mehrere Konzepte, die überhaupt nicht auf derselben Grundlage vergleichbar sind: Ein Anbieter kalkuliert eine Website auf Template-Basis, ein anderer eine individuelle Website; einer geht davon aus, dass Inhalte und SEO-Grundlagen nicht enthalten sind, während ein anderer die spätere Wartung separat ausweist.
Sinnvoller ist es, eine ungefähre Spanne anzugeben, zum Beispiel: „Bitte entwickeln Sie jeweils einen Ansatz für eine Basisversion und eine Marketingversion.“ So weiß der Anbieter, nach welchem Standard er seine Ressourcen planen soll. Das Budget ist kein Verhandlungsvorteil, sondern zunächst ein Instrument, um den Abstimmungsaufwand zu begrenzen.
5. Zeitpunkt der Veröffentlichung: Benötigen Sie den vollständigen Go-live oder zunächst eine nutzbare Version?
Ein häufiges Missverständnis im Projektmanagement besteht darin, den „geplanten Veröffentlichungstermin“ mit einer „vollständigen Lieferung der Anforderungen“ gleichzusetzen. Wenn eine Messe, eine Veranstaltung zur Gewinnung von Vertriebspartnern, ein Starttermin für Werbekampagnen oder eine Quartalsbewertung bevorsteht, sollten Sie klar festlegen: Muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt alles vollständig abgeschlossen sein, oder können zunächst die wichtigsten Seiten online gehen und Referenzen, Blog, weitere Sprachen oder Shop-Module später ergänzt werden?
Diese Entscheidung wirkt sich unmittelbar auf die Angebotsmethode aus. Manche Projekte eignen sich für eine vollständige Umsetzung in einem Schritt, andere besser für eine Lieferung in mehreren Phasen. Wenn der Ablauf aufgeteilt wird, lassen sich Zeit und Budget oft sogar besser kontrollieren.
6. Interne Entscheidungs- und Ansprechpartner: Wer entscheidet, wer liefert Anforderungen und wer nimmt ab?
Dies ist ein Punkt, den viele Unternehmen nicht berücksichtigen, der die Effizienz aber erheblich beeinflusst. An einem Website-Projekt können Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb, Technik, Rechtsabteilung und sogar Teams aus dem Ausland beteiligt sein. Wenn kein zentraler Ansprechpartner festgelegt ist, können die Rückmeldungen an den Anbieter jedes Mal widersprüchlich ausfallen.
Der Projektverantwortliche sollte vorab drei Dinge klären: Wer genehmigt letztlich die Ausrichtung der Seiten? Wer stellt die Materialien bereit? Wer bestätigt die Veröffentlichung? Wenn diese drei Zuständigkeiten eindeutig geregelt sind, gerät die Kommunikation in der Regel nicht außer Kontrolle.
Erfahrungsgemäß übersehen Unternehmen bei der Anfrage eines kostenlosen Webdesign-Angebots am häufigsten nicht die Seitenanzahl, sondern die Umsetzungsweise.
Selbst bei einer Unternehmenswebsite gibt es beispielsweise große Unterschiede: Manche Websites werden auf Basis eines ausgereiften SaaS-Systems schnell erstellt, andere werden umfassend individuell entwickelt. Einige legen den Schwerpunkt auf die Darstellung, während andere von Anfang an auch die SEO-Indexierung, die Aufnahme von Werbekampagnen und die spätere Erweiterung der Inhalte berücksichtigen müssen. Je nach Umsetzungsweg unterscheiden sich Wartungsaufwand, Liefergeschwindigkeit und Eignung für Marketingmaßnahmen.
Dienstleister wie 易营宝, die langfristig integrierte Lösungen für „Website-Erstellung plus Marketing“ anbieten, betrachten in der Regel nicht nur das Seitendesign, sondern gleichzeitig auch Traffic-Gewinnung, Grundlagen für die Indexierung, Konversionspfade und die spätere operative Anbindung. Für Außenhandelsunternehmen, produzierende Fabriken, grenzüberschreitende Verkäufer und Teams, die Marken international aufbauen, entspricht diese integrierte Perspektive eher den tatsächlichen Geschäftsanforderungen. Denn der Go-live der Website ist erst der Anfang; anschließend müssen auch SEO, Werbung, soziale Medien und die Sichtbarkeit in der AI-Suche berücksichtigt werden.
Dennoch sollte auch hier differenziert werden: Wenn Sie derzeit lediglich eine sehr einfache, vorübergehende Präsentationsseite benötigen und keine langfristige Werbestrategie planen, ist eine übermäßig komplexe Lösung möglicherweise nicht geeignet. Dann ist es praktischer, zunächst eine minimal nutzbare Version online zu bringen.
Missverständnis 1: Erst ein Angebot anfordern und die Anforderungen später zusammenstellen.
Die Reihenfolge ist umgekehrt. Je unklarer die Anforderungen sind, desto stärker ähnelt das Angebot einem Richtwert und desto geringer ist sein Wert für eine echte Entscheidung.
Missverständnis 2: Eine „Referenz-Website“ als vollständige Anforderung betrachten.
Eine Referenz zeigt lediglich ästhetische Präferenzen. Sie sagt nichts über Ihre Geschäftsprozesse, Zielmärkte und Inhaltsstruktur aus.
Missverständnis 3: Nur auf die Wirkung der Startseite achten und die spätere Pflege ignorieren.
Nach dem Go-live müssen Materialien geändert, Nachrichten veröffentlicht, Produkte eingestellt und Leads bearbeitet werden. Ob das Backend einfach zu bedienen ist, ist genauso wichtig wie das Aussehen des Frontends.
Missverständnis 4: Compliance und vorbereitende Schritte für die Veröffentlichung übersehen.
Wenn die Website für den Zugriff aus China bestimmt ist, ist die ICP-Registrierung in der Regel ein unvermeidbarer Schritt. Die konkreten Anforderungen müssen anhand der Art des Rechtsträgers, des Verwendungszwecks der Website und der örtlichen Prüfregeln bestätigt werden. Wenn ICP-Registrierung, Domain und Serverzugehörigkeit bereits in der Anfangsphase geklärt werden, lassen sich viele Umwege vermeiden. Dienstleistungen wie der chinesische ICP-Registrierungsservice eignen sich für Unternehmen, die mit dem Registrierungsprozess nicht vertraut sind und Unterstützung bei der Vorprüfung der Unterlagen, der Dateneingabe, der Abstimmung zur Verifizierung und der Nachverfolgung der Prüfung wünschen. Ob eine gewerbliche ICP-Lizenz erforderlich ist und ob eine Änderung der Registrierung oder ein Wechsel des Zugangsanbieters infrage kommt, muss anhand der tatsächlichen Geschäftssituation beurteilt werden; maßgeblich sind die offiziellen Anforderungen.
Wenn Sie nicht jedes Mal alles von Grund auf erklären möchten, können Sie zunächst eine interne Zusammenfassung erstellen. Eine Seite reicht aus:
Diese Liste muss nicht „professionell“ formuliert sein, sondern umsetzbar. Wenn diese Informationen vorliegen, entspricht das vom Dienstleister erstellte kostenlose Webdesign-Angebot eher den tatsächlichen Kosten und ist nicht nur eine Zahl, die dazu dient, das Gespräch fortzusetzen.
Zum Schluss eine praktische Erkenntnis: Je gründlicher ein Unternehmen die Anfrage vorbereitet, desto leichter erhält es ein Konzept, das direkt in die Bewertungsphase übergehen kann. Besonders bei Projekten, die Website-Erstellung, Werbung und späteres Wachstum miteinander verbinden müssen, hilft es mehr, Geschäftsziele und Umsetzungsgrenzen im Vorfeld klar zu beschreiben, als wiederholt nach dem „niedrigsten Preis“ zu fragen. Wenn Sie dann tatsächlich ein kostenloses Webdesign-Angebot anfordern, wird die Abstimmung deutlich einfacher und das Konzept aussagekräftiger.
Muss ich bei der Anfrage eines kostenlosen Webdesign-Angebots zuerst ein vollständiges Anforderungsdokument erstellen?
Nicht unbedingt. Ein vollständiges Dokument ist natürlich hilfreich. Mindestens sollten jedoch Ziel, Funktionsumfang, aktueller Materialbestand und Zeitplan angegeben werden, da das Angebot sonst nur schwer präzise kalkuliert werden kann.
Kann ich auch ohne festgelegtes Budget zunächst mit Dienstleistern sprechen?
Ja. Es empfiehlt sich jedoch, eine ungefähre Budgetspanne oder eine gewünschte Versionsrichtung anzugeben. Andernfalls kalkulieren verschiedene Anbieter auf Grundlage völlig unterschiedlicher Annahmen, sodass ein horizontaler Vergleich nur begrenzt sinnvoll ist.
Kann das Design bereits gestartet werden, wenn die Inhalte noch nicht vorbereitet sind?
Die Struktur und Informationsarchitektur können zunächst erstellt werden. Wenn die Inhalte jedoch dauerhaft fehlen, werden sowohl die Qualität der Seiten als auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung beeinträchtigt.
Welche Informationen müssen bei einer Website für den Außenhandel vor der Angebotserstellung zusätzlich vorbereitet werden?
Bei einer Website für den Außenhandel sollten in der Regel zusätzlich Zielmärkte, Sprachversionen, Anfragepfade, grundlegende SEO-Anforderungen und die Planung späterer Werbemaßnahmen angegeben werden. All dies beeinflusst die Tiefe des Konzepts.
Sollte das Thema ICP-Registrierung bereits vor der Angebotserstellung angesprochen werden?
Das ist empfehlenswert. Besonders bei Zugriffen aus China beeinflussen ICP-Registrierung, Server und Informationen zum Rechtsträger den Zeitplan für die Veröffentlichung und können ein Projekt manchmal stärker verzögern als das Design selbst.
img_01: Empfohlene Position zwischen „Vorbereitungsstand der Inhalte“ und „Informationsliste“; möglicher Bildinhalt: Ablaufdiagramm zur Vorbereitung der Informationen vor der Angebotserstellung für eine Website oder schematische Darstellung einer Projektunterlagenliste; Alt-Text: Schematische Darstellung der Informationen, die Unternehmen vor einem Angebot für Webdesign vorbereiten sollten
Ankertext: Lösung für die Erstellung mehrsprachiger Websites / Empfohlener Seitentyp oder Themenschwerpunkt: Seite zur Lösung für mehrsprachige Unternehmenswebsites
Ankertext: Wie erstellt man eine Marketing-Website für den Außenhandel? / Empfohlener Seitentyp oder Themenschwerpunkt: Leitfaden zur Website-Erstellung für den Außenhandel
Ankertext: Grundlegende Google-SEO-Konfiguration / Empfohlener Seitentyp oder Themenschwerpunkt: Seite zur Vorstellung der SEO-Dienstleistungen
Ankertext: Ablauf der ICP-Registrierung für Unternehmenswebsites / Empfohlener Seitentyp oder Themenschwerpunkt: Seite mit Informationen zu Registrierungsdienstleistungen
Ankertext: Checkliste vor dem Go-live einer eigenständigen Website / Empfohlener Seitentyp oder Themenschwerpunkt: Artikel im Wissensbereich für den operativen Betrieb
Seiten staatlicher Aufsichtsbehörden: Erläuterungen des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie zu ICP-Registrierungen und den Verwaltungsregeln für Internetinformationsdienste
Offizielle Dokumentation von Suchmaschinen: Informationen von Google Search Central zu Crawling, Indexierung und technischen Grundlagen von Websites
Branchenstudien: Berichte von Branchenverbänden aus den Bereichen grenzüberschreitender E-Commerce oder digitales Marketing für Unternehmen
Verwandte Artikel
Verwandte Produkte


