Um mehrsprachige Produktkataloge strukturiert zu verwalten, sollte man „Übersetzung“ von der Verarbeitung einzelner Texte zu „Produktdatenmanagement“ weiterentwickeln. Was die Erweiterung des Sortiments tatsächlich verlangsamt, ist oft nicht die Sprache selbst, sondern dass dasselbe Produkt auf verschiedenen Seiten, in unterschiedlichen Sprachen und über verschiedene Kanäle hinweg in mehreren Versionen beschrieben wird: uneinheitliche Titel, vermischte Spezifikationseinheiten, fehlende Angaben zur Verpackung sowie eigenmächtig umformulierte Lieferzeiten und Installationsbedingungen. Das Ergebnis: Neue Produkte werden nur langsam veröffentlicht, die Pflege bestehender Produkte dauert noch länger, und auch Suchmaschinenindexierung sowie Werbe-Landingpages können Abweichungen aufweisen.
Bei der Lösung solcher Probleme besteht der erste Schritt normalerweise nicht darin, fehlende Übersetzungen zu ergänzen, sondern die Produktinformationen zunächst in verwaltbare Felder aufzuteilen. Ein nachhaltig pflegbarer Katalog sollte mindestens zwischen Basisfeldern, lokalisierbaren Feldern und streng vorgegebenen Feldern unterscheiden. SKU, Modell, Werkstoffbezeichnung, Nennspannung, Schnittstellenspezifikation, Außenkartonabmessungen, Netto- und Bruttogewicht sowie Verpackungseinheiten eignen sich beispielsweise besser als streng vorgegebene Felder. Produkttitel, kurze Verkaufsargumente, Anwendungsbeschreibungen und Wartungshinweise können als lokalisierbare Felder angelegt werden. Lieferbedingungen, Mindestbestellbedingungen, zulässige Umgebungstemperatur, Anforderungen an die Montagefläche und Wartungsintervalle sollten hingegen separat gespeichert und nicht mit Marketingtexten vermischt werden. Der Nutzen ist unmittelbar: Beim Hinzufügen einer neuen Sprache muss nicht die gesamte Seite kopiert und bearbeitet werden, sondern lediglich der Inhalt der entsprechenden Sprachfelder ergänzt werden.
Bei vielen außer Kontrolle geratenen Katalogen liegt die Ursache bereits in einem instabilen chinesischen Originaltext. Dasselbe Produkt wird auf Seite A als „Edelstahlgehäuse“, auf Seite B als „304-Gehäuse“ und auf Seite C wiederum als „korrosionsbeständiges Metallgehäuse“ bezeichnet. Wenn der Ausgangstext nicht zunächst vereinheitlicht wird, verstärken die englische, spanische und deutsche Version die Unordnung nur noch. Besonders bei Kategorien wie mechanischen Bauteilen, elektronischen Geräten, Baumaterialzubehör und fertigen Haushaltsprodukten müssen Werkstoffe, Abmessungen, Toleranzen, Montagearten und Oberflächenbehandlungen einheitlich formuliert werden.
Ein sinnvollerer Ansatz besteht darin, für jede Kategorie verbindliche Schreibweisen auf Feldebene festzulegen. Zum Beispiel:
Wenn die Quelldaten ausreichend klar sind, wird die Frage how to manage multilingual product catalogs zu einer Prozessfrage statt zu einer ständigen Notfallkorrektur. Die Sprachversionen überschreiben sich nicht mehr gegenseitig, und der Katalog eignet sich besser für den Massenimport in Websites, Shops, Werbematerialbibliotheken oder Vorlagen für Suchseiten.
Wenn die Erweiterung des Sortiments langsamer wird, liegt eine häufige Ursache darin, dass zu viele Informationen in den Produkttitel gepackt werden. Der Titel soll gleichzeitig Suchbegriffe abdecken und Modell, Spezifikationen, Werkstoff sowie Anwendungsszenario enthalten. Dadurch wird er in jeder Sprache zu einem langen, schwer zu pflegenden Satz. Das beeinträchtigt nicht nur die Lesbarkeit, sondern führt bei der Übersetzung auch leichter zum Verlust wichtiger Inhalte.
Der Titel sollte vor allem der Identifizierung dienen, während Parameter in den Parameterbereich gehören. Bei Produkten wie Rohrfittings, Ventilen, Steckverbindern, Leuchten und Verpackungsbehältern reicht es aus, im Titel stabil „Produktkategorie + wichtige Spezifikation + entscheidendes Unterscheidungsmerkmal“ auszudrücken und die übrigen Informationen den Feldern zu überlassen. Andernfalls müssen bei jeder Änderung von Gewindespezifikation, Farbe, Leistung oder Verpackungsmenge die Titel in mehreren Sprachen gleichzeitig angepasst werden, wodurch der Pflegeaufwand schnell steigt.
Wenn der Katalog auch für die Suchmaschinenoptimierung genutzt wird, sollten Titel und Beschreibung am besten auf unterschiedlichen Ebenen angelegt werden: Der Titel ist für die standardisierte Benennung zuständig, die Kurzbeschreibung ergänzt Anwendung und Vorteile, und die Langbeschreibung erläutert Montage, Wartung, Transport oder Nutzungsbeschränkungen ausführlicher. So lässt sich die Übersetzung besser in einzelne Einheiten aufteilen und die Situation reduzieren, dass ein einziger Tippfehler auf zehn Seiten geändert werden muss.
Ein häufiges Missverständnis bei mehrsprachigen Katalogen besteht darin, historische Übersetzungen direkt als wiederverwendbare Lösung zu betrachten. Tatsächlich können viele Felder nur teilweise wiederverwendet werden. „powder coated“ passt beispielsweise zu einer pulverbeschichteten Oberfläche. Wenn der Ausgangstext jedoch auf Elektrotauchlackierung, Bürsten oder Polieren geändert wird, darf die Formulierung nicht weiterverwendet werden. Auch „for outdoor use“ sollte ohne eindeutige Angaben zu Schutzart, Dichtungsaufbau oder Witterungsbeständigkeit nicht vorschnell auf alle verwandten Produkte übertragen werden.
Ein geeigneterer Ansatz besteht darin, die Inhalte in drei Ebenen aufzuteilen:
Der Sinn dieses Vorgehens besteht darin, die Übersetzungsgeschwindigkeit auf „wiederverwendbaren, verlässlichen Inhalten“ aufzubauen, statt auch unsichere Informationen zu kopieren. Die Genauigkeit des Katalogs hängt in der Regel gerade an diesen Grenzbedingungen: Bezieht sich die zulässige Traglast auf statische oder dynamische Belastung? Bedeutet Wasserdichtigkeit den Schutz vor gelegentlichen Spritzern oder eine langfristige Exposition im Außenbereich? Enthält die Verpackung Montagezubehör? Muss die Ware für den Transport zerlegt versendet werden? Sobald solche Angaben in einer Sprache unklar formuliert sind, werden die Fehler auf nachfolgenden Seiten weiterverwendet.
Dass eine Seite fertig überarbeitet aussieht, bedeutet nicht, dass der Katalog tatsächlich ordnungsgemäß gepflegt wurde. Aktualisierungen des Produktkatalogs sollten möglichst auf Basis einzelner Feldänderungen dokumentiert werden, einschließlich der Angaben, wer was geändert hat, welche Sprachen betroffen sind und welche Kanäle synchronisiert werden müssen. Besonders die folgenden Änderungen werden leicht übersehen:
Wenn nur der Text auf der Frontend-Seite manuell geändert wird, werden andere Sprachversionen, Produktdetailmodule, Seiten mit herunterladbaren Unterlagen, Werbe-Landingpages und Filteroptionen innerhalb der Website häufig nicht synchronisiert. Mit der Zeit wächst der Katalog zwar oberflächlich weiter, wird intern jedoch zunehmend unzuverlässig. Eine stabilere Vorgehensweise besteht darin, zuerst die Stammdaten zu aktualisieren und die Seiten anschließend aus diesen Daten zu speisen, statt die Seite umgekehrt als Datenquelle zu verwenden.
In diesem Punkt beeinflussen sich Lagerbestand und Katalog häufig gegenseitig. Einige Steuerungsansätze für Chargen, Verpackungen und alternative Teilenummern weisen Gemeinsamkeiten mit der in Strategien zur Anwendung der Lean-Cost-Philosophie im betrieblichen Bestandsmanagement hervorgehobenen Ordnungssystematik auf: Erst die Granularität der Informationen strukturieren, dann über Umschlag und Erweiterung sprechen – dadurch lassen sich viele Fehler vermeiden.
Bei der Einführung eines neuen Produkts besteht eine häufige ineffiziente Vorgehensweise darin, die gleichzeitige Fertigstellung aller Zielsprachen zu verlangen. Am Ende kann niemand veröffentlichen. Ein realistischerer Ansatz für das Katalogmanagement besteht in der Festlegung eines „veröffentlichungsfähigen Status“. So können in den Kernsprachen zunächst Titel, Parameter, Verpackung, grundlegende Angaben und notwendige Warnhinweise fertiggestellt werden, während in nachrangigen Sprachen die Langbeschreibung, Anwendungsszenarien und Wartungsdetails später ergänzt werden. Solange der Seitenstatus eindeutig gekennzeichnet ist, lässt sich die spätere Vervollständigung besser steuern als bei einem vollständigen Warten auf alle Inhalte.
Ein leicht zu übersehender Punkt ist dabei, dass sich manche Felder für eine spätere Ergänzung eignen und andere nicht. Inhalte wie Abmessungen, Leistung, Schnittstelle, Verpackungsmenge, Transportbeschränkungen und Montagebedingungen dürfen bei fehlenden Angaben nicht zunächst veröffentlicht werden. Längere Beschreibungen von Anwendungsszenarien, stilistische Formulierungen und ergänzende Erläuterungen können dagegen schrittweise ergänzt werden. Geschwindigkeit und Genauigkeit des Katalogs stehen nicht grundsätzlich im Widerspruch zueinander. Entscheidend ist, klar zu unterscheiden, welche Informationen die Mindestvoraussetzung für eine Veröffentlichung darstellen.
Das größte Risiko bei mehrsprachigen Produktkatalogen besteht in einer „einheitlichen Vorlage, die zwar ordentlich aussieht, in der Praxis aber unbrauchbar ist“. Für Bekleidungsstoffe, Industriekomponenten, Bauteile für den Innenausbau, Elektronikzubehör und Verbrauchsmaterialien gelten sehr unterschiedliche Feldanforderungen. Bei Bekleidung sind beispielsweise Materialzusammensetzung, Flächengewicht, Pflegehinweise und Größenumrechnung besonders wichtig. Industriekomponenten hängen stärker von Toleranzen, Verbindungsstandards, Temperaturbeständigkeit und kompatiblen Geräten ab. Bei Baustoffen spielen häufig Bedingungen des Untergrunds, Arbeitsschritte, Aushärtezeit sowie Anforderungen an Lagerung und Transport eine Rolle.
Wenn eine Vorlage keinen Raum für kategoriespezifische Unterschiede lässt, werden später immer mehr Angaben im Bemerkungsfeld ergänzt, bis der strukturierte Katalog wieder zu einem langen Fließtext wird. Sinnvoller ist es, ein einheitliches Grundgerüst beizubehalten und wichtigen Kategorien zusätzliche eigene Felder zu geben. So bleiben Einheitlichkeit und die Funktion von Suchfiltern, Massenexporten, Übersetzungswiederverwendung und Seitenaufrufen erhalten.
Manche Teams formulieren „Anwendungsszenarien“ sehr weit, um mehr Suchtraffic abzudecken. In mehrsprachigen Umgebungen ist diese Vorgehensweise jedoch riskanter. Wenn beispielsweise „für den Außenbereich geeignet“ nicht erläutert, ob es um Sonnenschutz, Regenschutz, Salzsprühnebelbeständigkeit oder Temperaturwechselbedingungen geht, kann die Übersetzung als Eignung für eine langfristige Außenexposition verstanden werden. Wird bei „für verschiedene Geräte geeignet“ nicht angegeben, welche Schnittstellenstandards, Lochpositionen oder Leistungsbereiche gelten, kann dies ebenfalls zu einer falschen Verwendung führen. Die Kataloginhalte sollten lieber etwas enger gefasst sein, statt den Geltungsbereich durch vage Beschreibungen auszuweiten.
Beim Katalogmanagement liegt das Problem häufig nicht darin, ob Übersetzer vorhanden sind, sondern in einer ungeordneten Zusammenarbeit. Produktunterlagen werden übersetzt, bevor sie fertiggestellt sind; das Seitenlayout beginnt, bevor die Übersetzung abgeschlossen ist; und nach der Veröffentlichung stellt sich heraus, dass Parameterabbildungen, Verpackungsbilder und Beschreibungstexte nicht zur gleichen Version gehören. Sobald die Reihenfolge nicht stimmt, steigt der Nachbearbeitungsaufwand deutlich.
Ein praktikabler Ansatz besteht darin, jedes Produkt mindestens den folgenden Prüfungen zu unterziehen: Sind die ursprünglichen Parameter vollständig? Sind die Felder korrekt kategorisiert? Stimmt die Terminologie mit dem bestehenden Katalog überein? Besteht ein Risiko bei der Umrechnung von Einheiten? Gibt es Beschränkungen in Bezug auf Transport, Montage oder Wartung? Erst danach sollte die Veröffentlichung auf der Seite erfolgen. Der Prozess muss nicht übermäßig schwerfällig gestaltet werden, aber es muss eindeutig sein, wer was ändern darf und welche Bereiche von einer Änderung betroffen sind.
Sobald der Katalog stabil gepflegt wird, lassen sich neue Sprachen, neue Websites oder neue Werbeseiten wesentlich leichter hinzufügen. Denn tatsächlich kopiert wird nicht Seite für Seite ein Werbetext, sondern eine bereits strukturierte Sammlung von Produktfakten. Die sprachliche Gestaltung kann je nach Markt und Seite angepasst werden. Inhalte, die für die Genauigkeit entscheidend sind – etwa Werkstoff, Abmessungen, Schnittstelle, Verpackung sowie Montage- und Wartungsbedingungen – sollten jedoch stets nachvollziehbar, prüfbar und stapelweise aktualisierbar bleiben.
Wenn der aktuelle Katalog bereits sehr unübersichtlich ist, lässt sich die Umsetzung meist leichter bewältigen, wenn zunächst eine häufig verwendete Kategorie bei den Feldern neu strukturiert und anschließend schrittweise in die alten Seiten zurückübertragen wird, anstatt die gesamte Website auf einmal neu aufzubauen. Beim Management mehrsprachiger Kataloge geht es letztlich nicht darum, wie schnell möglichst viele Texte angehäuft werden, sondern darum, dass sich Fehler bei jeder Sortimentserweiterung nicht gleichzeitig mitverbreiten.
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