Mehrsprachige Seiten konkurrieren häufig nicht deshalb um Rankings, weil es zu viele Sprachen gibt, sondern weil Suchmaschinen nicht erkennen können, welches Land eine Gruppe ähnlicher Seiten bedient, welche Sprache sie verwendet und welche URL auf eine bestimmte Suchanfrage antworten soll. Dadurch konkurrieren englische, deutsche und spanische Seiten um ähnliche Suchanfragen; indexierte Seiten ändern sich fortlaufend, ebenso wie Rankings und Einstiegspunkte für Anfragen. Zunächst sollten die Marktrollen der Seiten klar abgegrenzt und erst danach Keywords zugewiesen werden, statt einen Text in der Hauptsprache zu übersetzen und gleichzeitig zu veröffentlichen.
Wenn Seiten in verschiedenen Sprachen alle auf dasselbe Produkt-Keyword ausgerichtet sind, führen ähnliche Seiten nicht zwangsläufig zu interner Konkurrenz. Sucht ein Nutzer beispielsweise auf Deutsch nach einem Produkt und erwartet deutsche Spezifikationen, lokale Lieferinformationen und Möglichkeiten zur Anfrage, ist es sinnvoll, dass die deutsche Seite am Ranking teilnimmt; auch eine englische Seite für internationale Beschaffungsanfragen hat ihre eigene Berechtigung. Problematisch wird es, wenn Suchintention, Sprachsignale und inhaltliche Zusagen beider Seiten nahezu identisch sind, aber keine klare regionale Abgrenzung besteht.
Vergleichen Sie zunächst in den Suchdaten URL, Suchanfragen, Länder der Ausspielung und Seitensprache. Werden ähnliche Suchanfragen in demselben Land und derselben Sprache langfristig abwechselnd von zwei URLs angezeigt, insbesondere wenn eine der Seiten keine einzigartigen Inhalte bietet, sollten die Seiten zusammengeführt oder neu positioniert werden. Erscheint eine englische Seite hingegen auf globalen Märkten und eine französische Seite hauptsächlich in französischsprachigen Regionen, während sich die Suchsprachen unterscheiden, handelt es sich eher um eine normale Abdeckung; Seiten sollten nicht allein wegen ähnlicher Keywords gelöscht werden.
Außerdem muss zwischen „gleicher Produktbezeichnung“ und „gleicher Suchanforderung“ unterschieden werden. Allgemeine Modellbezeichnungen, Materialnamen oder Bauteilnamen bei Industrieprodukten unterscheiden sich oft nicht je nach Sprache, doch Zusätze wie „supplier“, „manufacturer“, „custom service“ oder „price“ verändern die Aufgabe der Seite. Eine Seite kann Produktspezifikationen und Modellrecherchen abdecken, während eine andere individuelle Bearbeitung oder den Einkauf in großen Mengen anspricht. Das gleiche Kernkeyword kann beibehalten werden, doch Title, Hauptüberschrift, Einleitung im sichtbaren Bereich und Inhaltsmodule müssen die Aufgabenteilung widerspiegeln.
Die Keyword-Struktur einer Außenhandelswebsite sollte mit Markteinheiten beginnen. Eine Markteinheit umfasst mindestens Zielsprache, Zielland oder Zielregion, Produktbezeichnung, Suchintention und die entsprechende Landingpage. Englisch ist nicht gleich ein Markt: Englische Seiten für die USA, Großbritannien und den Nahen Osten verwenden möglicherweise dieselben Produktnamen, unterscheiden sich jedoch bei Einheiten, Liefermethoden, Branchenbegriffen und Beschaffungsprioritäten. Wenn die Website nicht über ausreichende Content-Ressourcen für eine solche Differenzierung verfügt, ist eine englische Hauptseite für den internationalen Markt in der Regel stabiler als mehrere kopierte länderspezifische englische Seiten.
Die Zuordnungstabelle muss nicht alle Begriffe erfassen, sollte aber eindeutig festlegen, dass jede hochwertige Suchanfrage nur eine bevorzugte Seite haben darf. Bei Synonymen sollte zunächst das Suchergebnis geprüft werden: Zeigen die Ergebnisse dieselbe Art von Produktseite, kann eine Seite sie abdecken; unterscheiden die Ergebnisse klar zwischen Seitentypen wie „Großhandel“, „Ersatzteile“, „Sonderanfertigung“ oder „technische Parameter“, schwächt das erzwungene Zusammenfassen auf einer Seite den thematischen Fokus. Vor dem Erstellen einer neuen Sprachseite sollte zudem sichergestellt werden, dass diese Sprachversion ausreichend lokalisierte Informationen enthält und nicht nur zur Abdeckung eines einzelnen Begriffs dient.

Sprach- und Regionspfade sollten stabil und eindeutig erkennbar sein, beispielsweise indem verschiedene Sprachen in separaten Verzeichnissen angeordnet werden und Navigation, Sitemap sowie interne Links einheitliche Versionen verwenden. Lassen Sie nicht zu, dass dieselbe Sprachseite gleichzeitig über ein Sprachverzeichnis, ohne Sprachverzeichnis und über Parameter-URLs erreichbar ist; solche Duplikate verteilen die Gewichtungssignale und erschweren später die Prüfung der Keyword-Zuordnung.
hreflang dient dazu, Seiten als alternative Versionen für unterschiedliche Sprachen oder Regionen zu kennzeichnen; vollständig doppelte Inhalte kann es nicht ausgleichen. Jede Seite, die eine alternative Version darstellt, sollte wechselseitig zugeordnet sein: Die englische Seite führt die deutsche Seite auf, und die deutsche Seite ebenfalls die englische; Sprachcode, Regionscode und tatsächlicher Inhalt müssen übereinstimmen. Gibt es keine entsprechende Version, sollte nicht auf eine irrelevante Startseite verwiesen werden. Für einen Sprachwähler oder einen globalen Einstieg kann x-default eingerichtet werden, es sollte jedoch keine konkrete Markseite ersetzen.
canonical löst die Frage der Zuordnung doppelter oder stark ähnlicher URLs und sollte in der Regel auf die Seite selbst verweisen. Ein häufiger Fehler besteht darin, alle Sprachseiten per canonical auf die englische Seite zu verweisen. Damit wird Suchmaschinen signalisiert, dass andere Sprachseiten lediglich Kopien der englischen Seite sind; selbst wenn diese Sprachseiten gefunden werden, können sie nur schwer eigenständige Sichtbarkeit aufbauen. Nur wenn die Inhalte tatsächlich identisch sind und mehrere Adressen lediglich durch Tracking-Parameter oder technische Pfade entstehen, sollte canonical auf die bevorzugte URL verweisen. Verwenden Sie canonical nicht als Schalter für „Hauptsprache hat Vorrang“.
Maschinelle Übersetzung oder menschliche Direktübersetzung kann eine grundlegende Sprachumwandlung leisten, schafft jedoch nicht automatisch einen eigenständigen Seitenwert. Die im Zielmarkt gebräuchliche Produktbezeichnung, Spezifikationseinheiten, Anwendungsbranchen, Materialalternativnamen, Bezeichnungen für Zertifizierungsunterlagen, Verpackungsarten und Anfragefelder können alle die Übereinstimmung zwischen Seite und Suchanfrage beeinflussen. Wird im Zielmarkt hauptsächlich nach Abmessungen gefiltert, sollten auf der entsprechenden Sprachseite Größenbereiche und Maßeinheiten klar dargestellt werden; drehen sich Suchanfragen häufiger um Einsatzbedingungen, muss die Seite passende Anwendungsszenarien erläutern, statt allgemeine Verkaufsargumente wiederholt aufzulisten.
Title-Tags und H2 sollten nicht aus einer Reihe übersetzter Keywords zusammengesetzt sein. Der Titel definiert die thematische Ausrichtung der Seite; es genügt, das Hauptkeyword im vorderen Bereich zu platzieren. Beschreibende Zusätze sollten aus dem tatsächlichen Seiteninhalt stammen. Im Fließtext können Long-Tail-Suchanfragen durch Spezifikationstabellen, Materialbeschreibungen, Bearbeitungstoleranzen, Montagebedingungen, Wartungseinschränkungen oder Liefermethoden aufgefangen werden. Die Absatzstruktur verschiedener Sprachseiten kann ähnlich sein, doch Beispiele, Fragestellungen und Terminologie müssen sich an der lokalen Suchsprache orientieren.
Viele Websites verlinken in jeder Sprachversion mit exakt demselben Ankertext auf mehrere ähnliche Produktseiten. Wenn beispielsweise „stainless steel valve“ gleichzeitig auf eine Kategorieseite, eine Modellseite und eine Anfrageseite verlinkt, können Suchmaschinen nur schwer erkennen, welche Seite diesen Begriff vorrangig abdecken soll. Kategorieseiten eignen sich für allgemeine Kategoriebegriffe, Modellseiten verwenden Modell- oder Konstruktionsmerkmale als Ankertexte, und Serviceseiten verlinken rund um Intentionen wie Sonderanfertigung, Beschaffung oder technischen Support. Feste Links in der Navigation haben einen großen Einfluss; vor Änderungen sollte geprüft werden, ob sie Sprachseiten fälschlicherweise auf Seiten der Hauptsprache zurückverweisen.
Der wichtigste Beobachtungspunkt nach mehrsprachigen SEO-Anpassungen ist, ob die erwartete URL für die Zielanfragen schrittweise stabile Impressionen erhält. Sinkt ein Ranking, während die Seite in der richtigen Sprache die fehlerhafte Seite zu ersetzen beginnt, sollte dies nicht sofort als Misserfolg gewertet werden; die erneute Bewertung der Seite und die Konsolidierung der Signale benötigen Zeit. Umgekehrt bedeutet ein besseres Ranking einer Seite nicht zwangsläufig, dass die Struktur korrekt ist. Erhält sie Traffic aus irrelevanten Ländern, hat sich die Qualität der Anfragen möglicherweise nicht verbessert.
Bei der Analyse sollten „Suchsprache, Besuchsland, angezeigte URL, Indexstatus der Seite und Verlinkungsbeziehungen“ zusammen betrachtet werden. Erscheint weiterhin die falsche Seite, prüfen Sie zuerst technische Probleme wie doppelte Titel, fehlerhafte canonical-Angaben, fehlende hreflang-Tags, automatische Weiterleitungen oder einen nicht erreichbaren Sprachwähler; sind die technischen Signale korrekt, sollte anschließend überprüft werden, ob der Inhalt die Märkte tatsächlich ausreichend voneinander abgrenzt. Das Ziel besteht nicht darin, dasselbe Kernkeyword verschiedenen Seiten zuzuweisen, sondern darin, jede Suchanforderung auf die am besten geeignete Sprach- und Marktseite zu führen und so zu vermeiden, dass mehrsprachige Seiten miteinander um Rankings konkurrieren.
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