Kann der schnelle Aufbau einer mehrsprachigen Website für den Außenhandel die Google-Indexierung beeinflussen? Ja, aber das Problem liegt normalerweise nicht in der Geschwindigkeit der Veröffentlichung selbst, sondern darin, ob Sie beim Zeitdruck die Website-Struktur, die Seitenqualität und die grundlegenden SEO-Einstellungen beeinträchtigt haben.
Bei der praktischen Umsetzung von Projekten sieht man häufig zwei Situationen: In einem Fall geht die Website innerhalb von drei Tagen online, die Seiten sind crawlbar, die Sprachversionen klar strukturiert und die Inhalte nicht dupliziert – Google entdeckt und indexiert sie dennoch normal. Im anderen Fall werden dieselben Vorlagen verwendet, die Inhalte per Knopfdruck übersetzt, URLs springen unkontrolliert und Tags sind nicht vollständig eingerichtet. Die Website geht zwar sehr schnell online, die Indexierung bleibt jedoch langsam oder die Seiten werden zwar indexiert, erzielen aber keine Rankings.
Wenn Sie gerade den schnellen Aufbau einer mehrsprachigen Website für den Außenhandel vorbereiten, sollten Sie sich nicht auf die Frage „Wie viele Tage bis zur Veröffentlichung?“ konzentrieren, sondern zunächst die folgende Checkliste durchgehen. Viele Indexierungsprobleme werden bereits vor dem Onlinegang der Website verursacht.
Websites, die gleichermaßen als schnell erstellt bezeichnet werden, können sich technisch stark unterscheiden. Manche Lösungen setzen lediglich Seiten zusammen und eignen sich für eine vorübergehende Präsentation; andere berücksichtigen von Anfang an Crawling, Indexierung und die spätere Vermarktung.
Prüfen Sie vor dem Onlinegang zunächst Folgendes:
Die Beurteilung ist einfach: Wenn eine Seite nicht zuverlässig aufgerufen und nicht eigenständig erkannt werden kann, ist es für Google schwierig, sie als indexierungswürdige Seite zu betrachten. Bei vielen Websites, die „schnell erstellt, aber nicht indexiert“ werden, liegt genau hier das Problem.
Bei mehrsprachigen Websites für den Außenhandel liegt der häufigste Fehler nicht darin, dass keine Übersetzung vorhanden ist, sondern in einer unklaren Beziehung zwischen den Sprachversionen. Beispielsweise verwenden die englische, französische und spanische Version dieselbe Inhaltsadresse und werden nur über Parameter umgeschaltet. Oder Seiten in verschiedenen Sprachen verweisen gegenseitig auf falsche Versionen, sodass Suchmaschinen nicht erkennen können, welche Version indexiert werden soll.
In diesem Bereich sollten Sie besonders auf Folgendes achten:
Eine praktische Faustregel lautet: Wenn Ihre mehrsprachige Website für verschiedene Märkte bestimmt ist, handelt es sich aus Sicht von Google nicht nur um „übersetzte Seiten“, sondern um eigenständige Inhaltseinstiege für unterschiedliche Suchnutzer. Wenn diese Einstiege falsch aufgebaut sind, kann selbst hochwertiger Inhalt die Indexierung verlangsamen.

Dieser Schritt beeinflusst die Indexierung unmittelbar. Die häufigste Falle beim schnellen Aufbau einer mehrsprachigen Website für den Außenhandel besteht darin, zunächst massenhaft Seiten zu erzeugen und anschließend maschinell direkt übersetzte Inhalte auf der gesamten Website zu veröffentlichen. Die Seitenzahl wirkt zwar hoch, doch die Lesbarkeit ist schlecht und der Duplikationsgrad hoch, sodass die Indexierung häufig unbefriedigend bleibt.
Google lehnt die Indexierung nicht ab, nur weil Sie Übersetzungen verwenden, sondern prüft, ob die Seite einen echten Informationswert besitzt. Sie können dies wie folgt beurteilen:
Wenn die Zeit knapp ist, sollten Sie nicht versuchen, zum Onlinegang alle Sprachen und alle Seiten vollständig bereitzustellen. Sicherer ist es, zunächst die Kernmärkte, Kernkategorien und zentralen Produktseiten gründlich auszuarbeiten, damit die ersten Seiten indexierbar und konversionsfähig sind, und anschließend Sprachen und Inhaltsebenen zu erweitern.
Bei vielen Websites ist nicht der Inhalt das Problem, sondern unzureichend behandelte technische Details. Das Ergebnis: Google kann die Website entdecken, indexiert sie jedoch nicht effizient.
Besonders beim Umzug von einer alten auf eine neue Website sollten Sie nicht nur daran denken, dass „die neue Website endlich online ist“. Wenn Seiten mit bestehendem Traffic und Backlinks nicht korrekt weitergeleitet werden, können die Schwankungen bei Indexierung und Ranking deutlicher ausfallen als erwartet.
Google betrachtet nicht nur den Inhalt, sondern auch, ob die Website stabil erreichbar ist. Wenn eine mehrsprachige Website für den Außenhandel internationale Nutzer anspricht, die Ladezeit lang ist oder häufig Timeouts auftreten, ist die Crawling-Effizienz in der Regel nicht besonders gut.
Sie müssen nicht von Anfang an komplexe technische Kennzahlen anstreben, sollten aber zumindest einige praktische Mindestanforderungen erfüllen: Die Website darf in den wichtigsten Zielmärkten nicht deutlich langsam laden, Seiten auf Mobilgeräten dürfen keine gravierenden Darstellungsfehler aufweisen, der sichtbare Bereich beim ersten Laden sollte nicht mit zu großen Bildern und Videos überladen sein, und Anfrageformulare müssen normal übermittelt werden können. Die Website ist für Kunden bestimmt, wird aber auch von Suchmaschinen gecrawlt. Wenn das Nutzungserlebnis auf einer der beiden Seiten zu schlecht ist, wirkt sich dies auf die spätere Leistung aus.
Viele Unternehmen veröffentlichen gerne mehrere hundert Seiten auf einmal, weil sie glauben, dass mehr Seiten leichter indexiert werden. In der Praxis ist das nicht unbedingt der Fall. Bei einer neuen Website sind die Autorität und die Inhalte anfangs oft schwach. Eine massenhafte Veröffentlichung kann dazu führen, dass die Suchmaschine die Website zunächst als qualitativ durchschnittlich einstuft.
Ein geeigneteres Vorgehen sieht normalerweise so aus:
Der Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass Google zunächst eine Gruppe strukturell vollständiger und inhaltlich fundierter Seiten sieht. Die spätere Erweiterung der Website verläuft dann reibungsloser.
B2B-Websites für den Außenhandel, grenzüberschreitende Onlineshops und Landingpages für Werbekampagnen können zwar alle mehrsprachig sein, doch die Schwerpunkte von Google sind nicht vollständig identisch.
Bei einer B2B-Website zur Anfragegenerierung liegen die Schwerpunkte normalerweise auf der Kategoriestruktur, der Detailtiefe der Produktinformationen, den Inhalten zu Branchenanwendungen und der Vertrauenswürdigkeit der Kontaktdaten. Bei einem B2C-Shop sollten Sie neben Kategorien und Produktseiten besonders auf den Umgang mit doppelten Produkten, Seiten mit Filterparametern und Bewertungsinhalten achten. Eine Landingpage für Werbeanzeigen kann zwar gute Conversions erzielen, eignet sich aber nicht unbedingt als zentraler Einstieg für die Indexierung. Sie sollten nicht die gesamte Unternehmenswebsite nach dem Prinzip einer Werbe-Landingpage aufbauen.
Wenn Sie also beurteilen, ob ein schneller Aufbau die Indexierung beeinflusst, sollten Sie technische Fragen nicht losgelöst von den Geschäftszielen betrachten. Eine Website, die für SEO-Wachstum konzipiert ist, und eine Website, die nur für kurzfristige Werbekampagnen bestimmt ist, stellen von vornherein unterschiedliche Anforderungen an die Erstellung.
Wenn Sie gerade eine Lösung für die Website-Erstellung auswählen, ist folgende Reihenfolge besonders praktikabel: Prüfen Sie zunächst die Spracharchitektur, anschließend, ob die Seiten eigenständig gecrawlt werden können. Danach prüfen Sie, ob die Inhalte einen echten Informationswert besitzen, gefolgt von Sitemap, kanonischen Links, Weiterleitungen und der mobilen Nutzererfahrung. Erst danach sollten Sie eine massenhafte Erweiterung in Betracht ziehen.
Letztlich schadet der schnelle Aufbau einer mehrsprachigen Website für den Außenhandel der Google-Indexierung nicht automatisch. Der entscheidende Unterschied besteht darin, ob Sie eine „Website, die Inhalte darstellen kann“, oder eine „Website, die entdeckt und verstanden werden kann und weiteres Wachstum ermöglicht“ veröffentlichen. Erstere geht zwar schnell online und ist häufig anzutreffen, doch nur Letztere ist den Aufwand wert.
Wenn Sie mit der Umsetzung beginnen, sollten Sie die Website-Lösung zunächst anhand dieser Checkliste prüfen. Wenn die Website bereits online ist, aber nur langsam indexiert wird, gehen Sie die Punkte umgekehrt durch. In den meisten Fällen ist kein kompletter Neuaufbau erforderlich. Wenn Sie zunächst Architektur, Inhalte und grundlegende Einstellungen ergänzen, wird die Entwicklung in die richtige Richtung gehen.
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