Viele Unternehmen stellen erst nach Fertigstellung ihrer deutschen Website-Inhalte fest: Die Seiten sehen zwar „deutsch“ aus, erzielen bei Google jedoch keine stabilen Rankings; und selbst bei Besuchern entstehen nur selten Anfragen. Das Problem liegt meist nicht darin, ob deutsche Begriffe korrekt geschrieben sind, sondern darin, dass die Inhalte nicht nach der Suchweise, den Lesegewohnheiten und dem Entscheidungsrhythmus deutscher Nutzer strukturiert wurden. Gute deutsche SEO-Texte bedeuten nicht, chinesische Verkaufsargumente Satz für Satz ins Deutsche zu übersetzen, sondern ein Inhaltssystem neu aufzubauen, das gefunden, verstanden und handlungsfördernd wirkt.
Insbesondere bei Websites für Maschinen und Anlagen, Komponenten, Industriematerialien und Unternehmensdienstleistungen suchen deutsche Einkäufer meist nicht nur nach allgemeinen Produktbezeichnungen. Sie suchen eher mit Angaben zu Anwendung, Material, Abmessungen, Verfahren, Zertifizierungsanforderungen oder Problembeschreibungen. So sucht ein Nutzer möglicherweise nicht nur nach einer „Industriepumpe“, sondern prüft zusätzlich das Medium, den Temperaturbereich, die Anschlussart, Wartungsbedingungen und den Lieferumfang. Bleiben Inhalte lediglich auf der werblichen Ebene, können sie solche konkreten Anforderungen kaum abdecken.
In der deutschen Geschäftskommunikation wird in der Regel großer Wert auf klar definierte Grenzen gelegt. Im Chinesischen übliche Formulierungen wie „hohe Qualität“, „professionelle Lösungen“ oder „führende Technologie“ wirken bei direkter Übertragung ins Deutsche leicht vage. Wirksamer ist es, zu erläutern, welche Betriebsbedingungen ein Produkt bewältigen kann, für welche Branchen es geeignet ist, unter welchen Bedingungen von seinem Einsatz abgeraten wird und welche Unterlagen Kunden vor der Produktauswahl bereitstellen müssen.
Bei B2B-Anlagenseiten muss beispielsweise nicht ständig „hervorragende Leistung“ betont werden. Der Fokus kann auf Anlagenstruktur, Schlüsselkomponenten, optionalen Konfigurationen, Installationsbeschränkungen und der Reaktionsweise des Kundendienstes liegen. Deutsche Käufer erwarten nicht unbedingt besonders blumige Texte, achten jedoch darauf, ob Informationen überprüfbar sind. Unbelegte absolute Aussagen wie „das Beste“, „dauerhaft wartungsfrei“ oder „für alle Anwendungen geeignet“ schwächen vielmehr das Vertrauen in die Seite.
Ein weiteres Detail wird häufig übersehen: Obwohl Deutschland, Österreich und die Schweiz Deutsch verwenden, unterscheiden sich Terminologie, Gewohnheiten bei Maßeinheiten und Formalitätsgrad nicht vollständig. Für Seiten, die sich an den deutschen Markt richten, sollte zunächst die Zielregion festgelegt und anschließend Schreibweise, Währung, Kontaktdaten, Angaben zur Lieferzeit und Datenschutzhinweise vereinheitlicht werden. Dieselben deutschen Inhalte sollten nicht undifferenziert auf Websites für alle Regionen verwendet werden.
Die Kernarbeit bei deutschen SEO-Texten erfolgt oft vor dem eigentlichen Schreiben. Zunächst muss die Absicht hinter einem Begriff beurteilt werden: Möchte der Nutzer ein Konzept verstehen, Lieferanten vergleichen, technische Unterlagen finden oder direkt eine Anfrage stellen? Werden Suchbegriffe aus all diesen unterschiedlichen Phasen auf einer Seite zusammengeführt, wird das Seitenthema unscharf und Leser finden nicht die Antworten, die sie benötigen.
In der praktischen Planung können Begriffe nach „Produktbegriff – Anwendungsbegriff – Problembegriff – Entscheidungsbegriff“ getrennt werden. Produktkategorieseiten eignen sich zur Abdeckung zentraler Kategorien und grundlegender Spezifikationen; Anwendungsseiten erläutern die Einsatzbedingungen bestimmter Anlagen in der Lebensmittel-, Chemie- oder Fertigungsindustrie; technische Artikel können Fragen zu Installation, Wartung und Fehlerbehebung beantworten; auf Anfrageseiten sollten Nutzer Modell, Menge, Verwendungszweck und Lieferort schnell übermitteln können. Ein solcher Inhaltsweg entspricht dem Prozess der Kundengewinnung besser als die bloße Jagd nach dem Ranking eines einzelnen stark umkämpften Begriffs.

Bei Keywords sollte auch nicht nur das Suchvolumen betrachtet werden. Für exportorientierte Produktionsunternehmen haben längere technische Suchbegriffe zwar möglicherweise kein hohes Besucheraufkommen, entsprechen jedoch oft klareren Beschaffungsaufgaben. Ob sich der Aufwand für eine Seite lohnt, sollte zumindest anhand von drei Fragen beurteilt werden: Entspricht der Begriff den tatsächlichen Liefermöglichkeiten? Kann die bestehende Seite die Anforderung vollständig beantworten? Gibt es für Besucher nach dem Einstieg einen sinnvollen nächsten Schritt? Begriffe, auf die keine Antwort gegeben werden kann, sind selbst bei guten Rankings nicht unbedingt wertvoll.
Ein häufiges Problem bei deutschen SEO-Seiten besteht darin, dass die Überschrift sehr vollständig formuliert ist, der Haupttext aber nur aus einigen allgemeinen Absätzen besteht. Für Suchmaschinen erschwert dies die Einordnung des Seitenthemas; Einkäufer können die Eignung ebenfalls nicht schnell bestätigen. Eine praxisgerechte Produkt- oder Lösungsseite sollte zu Beginn klar benennen, was das Produkt ist und welches Problem es löst, und anschließend technische Merkmale, Optionen, Einsatzgrenzen, häufige Fragen und Kontaktmöglichkeiten schrittweise erläutern.
Nicht alle Parameter sollten zwanghaft in große Tabellen gepackt werden. Bei stabilen, horizontal vergleichbaren Parametern sparen Tabellen tatsächlich Zeit. Wenn sich Konfigurationen jedoch je nach Projekt ändern können, ist ein Hinweis wie „kann entsprechend dem Medium, dem verfügbaren Einbauraum oder den Kapazitätsanforderungen bestätigt werden“ verlässlicher und leitet Nutzer zugleich zur Übermittlung ihrer Unterlagen an. Werden zur Erzeugung eines „professionellen“ Seiteneindrucks unbestätigte Parameter angegeben, geraten Vertrieb und Lieferung später unter Druck.
Auch Conversion-Schaltflächen müssen zur Phase der Seite passen. Besucher in der ersten Informationsphase können einen Katalog herunterladen, Anwendungshinweise ansehen oder technische Fragen stellen; Besucher, die bereits mit einer eindeutigen Modellbezeichnung auf die Seite gelangen, benötigen eher Möglichkeiten für ein Angebot, Muster, Zeichnungsbestätigung oder einen Gesprächstermin. Wenn auf jeder Seite nur „Kontaktieren Sie uns jetzt“ steht, bedeutet das nicht, dass der Conversion-Pfad klar ist.
Der erste besteht darin, die Struktur englischer Seiten direkt zu übernehmen. Die auf englischsprachigen Märkten üblichen kurzen Marketingformulierungen sind für deutsche Industrie-Websites nicht unbedingt geeignet. Der zweite ist eine maschinelle Erstübersetzung ohne menschliche Prüfung, bei der besonders bei zusammengesetzten Substantiven, technischen Einheiten, Anredeformen und Verbverbindungen leicht Fehler entstehen. Der dritte besteht darin, Links und Formularhinweise verschiedener Sprachseiten zu vermischen: Gelangen Nutzer auf eine deutsche Seite und werden dann wieder auf eine englische oder chinesische Seite weitergeleitet, gehen Anfragen häufig genau in diesem Moment verloren.
Manche Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf Inhalte und übersehen die Grundlagen der Seite: Ist die deutsche URL eindeutig, sind Titel und Beschreibung korrekt, stimmen die Alternativtexte der Bilder mit deren Inhalt überein, ist das Formular auf Mobilgeräten nutzbar und sind zwischen den Sprachversionen korrekte Verknüpfungen eingerichtet? Diese Punkte erfordern keine übertriebene technische Inszenierung, müssen jedoch vor der Veröffentlichung einzeln geprüft werden. Arbeiten Content-Team, Website-Team und Werbeteam unabhängig voneinander, entstehen häufig Lücken.
Fertigungsunternehmen können zudem vorhandene interne Geschäftsunterlagen in Content-Assets umwandeln. Beispielsweise können Hinweise zur Produktauswahl, Einflussfaktoren auf Lieferzeiten, Hinweise zur Mustererstellung und sogar Unterlagen zu Finanzplanung und Bestellrhythmus Beschaffern helfen, Kooperationsrisiken besser zu verstehen. Managementthemen wie Studie zu Strategien für das Liquiditätsrisikomanagement in Fertigungsunternehmen müssen nicht unbedingt auf Produktseiten stehen, können jedoch im Bereich Unternehmenswissen oder Ressourcenzentrum eine vollständigere Ebene professioneller Inhalte schaffen.
Wirklich nachhaltige deutsche Inhalte sollten nicht durch einmalige Massenproduktion entstehen. Sinnvoller ist es, zunächst auf Grundlage bestehender Produktunterlagen, Vertriebsfragen und Suchbegriffe Seitenprioritäten festzulegen und die Inhalte nach der Veröffentlichung anhand der Suchperformance, Anzeigen-Suchbegriffe und Anfragedaten fortlaufend zu überarbeiten. Häufige Fragen aus Anzeigen können wiederum zeigen, welche Erläuterungen auf SEO-Seiten ergänzt werden sollten; bei Seiten mit Sichtbarkeit in der organischen Suche, aber wenigen Klicks, sollte geprüft werden, ob der Titel von den Erwartungen der Nutzer abweicht.
Yiyingbao betreut seit Langem Außenhandelsunternehmen sowie Projekte für mehrsprachige Unternehmenswebsites und grenzüberschreitende unabhängige Shops. Seine Kompetenzen in intelligentem Websiteaufbau, SEO-Optimierung, Anzeigenschaltung und Social-Media-Betrieb können innerhalb derselben operativen Prozesskette betrachtet werden. Für die Verantwortlichen geht es nicht nur darum, „einen deutschen Artikel zu veröffentlichen“, sondern darum, dass Inhalte, Landingpages, Formulare, Anzeigentexte und die anschließende Nachverfolgung dieselben Produktinformationen nutzen, damit Frontend-Zusagen nicht von der tatsächlichen Geschäftspraxis abweichen.
Um zu beurteilen, ob deutsche SEO-Texte richtig umgesetzt wurden, hilft eine einfache Frage: Kann ein deutscher Einkäufer, der Sie nicht kennt, nach dem Lesen der Seite erkennen, was Sie verkaufen, ob es für sein Projekt geeignet ist, welche Informationen noch bestätigt werden müssen und wie er Sie kontaktieren kann? Wenn diese vier Punkte weiterhin unklar sind, können auch noch so viele deutsche Keywords das Conversion-Problem kaum lösen.
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