Am Montagmorgen wird die internationale Website geöffnet: Im Backend werden keine Fehler angezeigt, und die Seiten laden, doch europäische Kunden berichten, dass Produktbilder „sehr lange laden“, während auch die Absprungrate der Anzeigen-Landingpages in den USA ungewöhnlich steigt. Viele Photovoltaik- und Neue-Energien-Unternehmen konzentrieren sich beim Aufbau einer englischsprachigen Website, mehrsprachigen Website oder Lead-Generierungs-Website zunächst auf Seitendesign und Werbebudgets. Erst wenn die Website in einem bestimmten Markt langsamer wird oder die Suchindexierung instabil ist, stellen sie fest, dass das Problem möglicherweise am Serverstandort und an der Bereitstellungsweise liegt.
Bei der Beschaffung von Photovoltaikprodukten müssen häufig wiederholt Modulparameter geprüft, Datenblätter heruntergeladen und Zertifizierungsunterlagen verglichen werden, bevor eine Anfrage eingereicht wird. Langsame Seitenreaktionen, unterbrochene Downloads oder fehlgeschlagene Formularübermittlungen sind nicht nur ein Problem der Benutzererfahrung, sondern können auch Besucher mit konkreter Kaufabsicht direkt zum Verlassen der Website veranlassen. Bei der Auswahl eines ausländischen Servers für eine Außenhandelswebsite im Bereich Photovoltaik und neue Energien sollte nicht nur auf das Wort „ausländisch“ geachtet werden. Entscheidend sind der Standort der Kunden, die Inhalte der Website und die geplante spätere Vermarktung.
Je näher ein Server an den Besuchern steht, desto eher lässt sich die Zugriffsverzögerung in der Regel verringern. Doch „Nähe“ ist nicht das einzige Kriterium. Die tatsächliche Situation vieler Unternehmen ist komplex: Der Hauptsitz in China betreut die Website, die Kernmärkte liegen in den USA und Deutschland, und zugleich sollen der Nahe Osten oder Südostasien abgedeckt werden. Wird die Website allein wegen niedriger Hostingkosten in einer einzigen Region betrieben, kann sich die Zugriffserfahrung in anderen Märkten deutlich verschlechtern.
Zunächst können die Geschäftsziele des vergangenen Jahres getrennt betrachtet werden: Aus welchen Ländern stammen die meisten Anfragen? Wohin sollen Google Ads geschaltet werden? Gibt es Versionen der Website in Russisch, Spanisch, Arabisch oder anderen Sprachen? Enthält das Dokumentencenter viele PDFs, Installationshandbücher und Produktvideos? Bei konzentrierten Zielmärkten kann der Server vorrangig in der Nähe der Kernkundenregion platziert werden. Bei breit verteilten Märkten ist es sinnvoller, statt den Hauptserver ständig zu migrieren, stabile internationale Knotenpunkte in Kombination mit einem CDN zur Inhaltsverteilung in Betracht zu ziehen.

Hier besteht ein häufiger Irrtum: Ein „US-Server“ wird als weltweit schnellste Option verstanden. Tatsächlich sind US-Knotenpunkte für Nutzer in Nordamerika oft besser geeignet, passen jedoch nicht automatisch für alle Regionen. Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, dass der Serverstandort bei Verwendung eines CDN keine Rolle mehr spielt. Ein CDN beschleunigt hauptsächlich zwischenspeicherbare statische Inhalte; dynamische Anfragen wie das Absenden von Anfragen, Bestandsabfragen, API-Aufrufe und Backend-Anmeldungen gehen weiterhin zum Ursprungsserver oder zu den entsprechenden Diensten zurück. Ist der Ursprungsserver instabil, kann auch ein CDN die Probleme nicht vollständig verdecken.
Google vergibt nicht automatisch bessere Rankings, nur weil eine Website in einem bestimmten Land gehostet wird. Was das Crawling und die Nutzererfahrung tatsächlich beeinträchtigen kann, sind häufige Nichterreichbarkeit des Servers, stark schwankende Antwortzeiten, Probleme mit HTTPS-Zertifikaten, fehlgeschlagene Ladevorgänge von Seitenressourcen sowie eine unübersichtliche Struktur unterschiedlichsprachiger Seiten. Bei Photovoltaik-Websites werden diese Probleme durch zahlreiche Produktmodelle, umfangreiche technische Unterlagen und große Bilddateien noch verstärkt.
Bei der Auswahl sollte geprüft werden, ob der Anbieter eine stabile Betriebsumgebung, regelmäßige Backups, Störungsüberwachung und Wiederherstellungsmechanismen bereitstellen kann. Beim Testen sollten nicht nur die Startseite geprüft werden: Gleichzeitig sollten Produktkategorieseiten, Detailseiten mit mehreren Bildern, PDF-Downloadseiten und Anfrageformulare geöffnet werden. Bei mehrsprachigen Versionen sollte außerdem geprüft werden, ob nach dem Sprachwechsel Weiterleitungsfehler, fehlende Bilder oder nicht absendbare Formulare auftreten. Suchmaschinen crawlen die vollständige Seitenkette und nicht nur eine einzelne visuell ansprechende Startseite.
Bei der Ausrichtung auf den europäischen Markt ist die Website in der Regel mit der Erhebung von Besucherinformationen verbunden, etwa Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Unternehmensname und Nachricht in Anfrageformularen. Die Serverauswahl kann Datenschutz-Compliance nicht ersetzen, beeinflusst jedoch die Speicherung und Verarbeitung der Daten. Die Website sollte die Datenschutzerklärung, Hinweise zur Cookie-Nutzung, den Zweck von Formularen und Kontaktmöglichkeiten klar benennen. Werden Analyse-, Kundenservice-, Marketing-Automatisierungs- oder Werbe-Remarketing-Tools eingebunden, muss auch deren Art der Datenverarbeitung überprüft werden.
Viele Teams ergänzen diese Inhalte erst nach dem Aufbau der Website, was bei Anzeigenprüfungen, Kundenprüfungen oder Rückfragen von Partnern zu kurzfristiger Nacharbeit führt. Sicherer ist es, bereits vor dem Go-live zu klären: Wohin gelangen die Formulardaten, wer hat Backend-Berechtigungen, wie lange werden Backups aufbewahrt, wie werden Konten ausgeschiedener Mitarbeiter deaktiviert und wie erfolgt die Wiederherstellung im Störungsfall? Für technische Unterlagen, Angebotsdateien und andere Inhalte, die nicht für die öffentliche Indexierung geeignet sind, sollten ebenfalls entsprechende Zugriffs- und Indexierungsregeln festgelegt werden.
Wenn Sie vor der Frage stehen, wie ein ausländischer Server für eine Außenhandelswebsite im Bereich Photovoltaik und neue Energien ausgewählt werden soll, können Sie Entscheidungen nach Geschäftsprioritäten treffen, statt zuerst Tarifparameter zu vergleichen.
Für Anfrage-Websites mit Schwerpunkt Nordamerika lässt sich mit einem Ursprungsserver in Nordamerika die Erfahrung der Kernbesucher meist leichter berücksichtigen. Dominiert der europäische Markt, kann vorrangig eine europäische Region bewertet werden. Werden SEO, Werbung und Social-Media-Traffic gleichzeitig in mehreren Regionen betrieben, sollten die Stabilität des Ursprungsservers und die CDN-Konfiguration als gleich wichtig angesehen werden. Am wenigsten empfehlenswert ist es, einen Server nur nach dem allgemeinen Etikett „ausländischer Server“ zu kaufen, ohne Zielmarkttests durchzuführen und ohne Backup- und Überwachungsplan.
Ein Server ist keine Infrastruktur, die nach einmaliger Auswahl für immer unverändert bleibt. Wenn die Website-Inhalte zunehmen, die Werberegionen erweitert werden und Besucherspitzen auftreten, muss möglicherweise auch eine zuvor passende Konfiguration angepasst werden. Die Serverauswahl zunächst an den Marktplan anzupassen und sie anschließend anhand realer Zugriffsdaten zu überprüfen, ist in der Regel zuverlässiger, als blind eine hohe Konfiguration oder ein einzelnes Rechenzentrum anzustreben.
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