Bei der Preisgestaltung für ein Headless CMS for global websites ist nicht der hohe Preis das größte Problem, sondern dass verschiedene Anbieter möglicherweise gar nicht dieselbe Leistung anbieten. Manche nennen nur die Systemlizenzgebühr, andere rechnen Frontend-Entwicklung, Mehrsprachigkeit, Bereitstellung, Betrieb und Schnittstellenanbindungen vollständig ein. Wieder andere nutzen zunächst einen niedrigen Preis, um ins Gespräch zu kommen, und berechnen anschließend jede notwendige Position zusätzlich.
Der erste Schritt besteht daher nicht darin zu fragen: „Wie viel kostet es?“, sondern zunächst den Angebotsumfang zu klären. Benötigen Sie eine Content-Management-Basis für den globalen Markt oder eine vollständige Website-Lösung, die live geschaltet, beworben und dauerhaft betrieben werden kann? Zwischen diesen beiden Betrachtungsweisen liegen bei den Preisen meist erhebliche Unterschiede.
Die Preisgestaltung für ein Headless CMS for global websites wird in der Regel vor allem durch die folgenden Faktoren bestimmt. Bei der Beschaffung ist es effektiver, diese Punkte in dieser Reihenfolge zu prüfen, als lediglich Einzelpreise zu vergleichen.
Sobald zwei oder drei dieser Anforderungen umfangreicher ausfallen, steigt das Angebot deutlich an.
Viele Einkäufer unterschätzen die Kosten in diesem Schritt. Eine globale Website mit einem Headless CMS bedeutet nicht einfach, chinesische Seiten ins Englische zu übersetzen. Zunächst müssen drei Punkte geklärt werden: die Anzahl der Sprachen, regionale Versionen und die gemeinsame Nutzung von Inhalten.
Ein typisches Beispiel: Wenn sich die englische und die deutsche Website nur in der Sprache unterscheiden und dieselbe Struktur haben, entstehen die zusätzlichen Kosten hauptsächlich durch das Inhaltsmodell und den Übersetzungsprozess. Wenn sich jedoch die Seitenmodule, Produktunterlagen, Formularfelder und Compliance-Hinweise für Nordamerika, Europa und den Nahen Osten unterscheiden, handelt es sich nicht mehr nur um „Mehrsprachigkeit“, sondern um „regionenübergreifende Inhaltsverwaltung“. Dadurch steigt die Komplexität von Entwicklung und Verwaltung unmittelbar auf eine höhere Stufe.
Bei der Beschaffung können Sie den Anbieter direkt fragen:
Wenn der Anbieter diese Punkte nicht klar beantworten kann, kommt es später mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Nachberechnungen.

Viele Menschen nehmen beim Begriff „Headless“ an, dass nach dem Kauf des Systems bereits fast alles erledigt ist. In realen Projekten bildet das CMS-Backend jedoch nur den Bereich der Inhaltsverwaltung. Die Seiten, Interaktionen, Komponenten, Suchfunktionen, Formulare und die Ladeleistung, die Nutzer tatsächlich sehen, müssen im Frontend umgesetzt werden.
Ein praxisnaher Maßstab ist folgender: Wenn Sie lediglich eine Unternehmenswebsite, eine Produktpräsentation und grundlegende Anfragen benötigen, bleiben die Frontend-Kosten relativ kontrollierbar. Wenn Sie dagegen eine Markenwebsite, eine Matrix regionaler Landingpages, ein Content-Center oder schnell wiederverwendbare Kampagnenseiten erstellen möchten oder sogar einen Onlineshop beziehungsweise ein Mitgliedersystem benötigen, sind Frontend-Entwicklung und Komponentensystem in der Regel teurer als die CMS-Lizenz.
Achten Sie bei der Beschaffung nicht nur auf Formulierungen wie „unterstützt ein benutzerdefiniertes Frontend“, sondern fragen Sie konkret nach der Anzahl der Seitentemplates und Komponenten, der Möglichkeit zur schnellen Vervielfältigung von Marketingseiten, dem Detaillierungsgrad der SEO-Feldsteuerung sowie der Frage, ob die späteren Fachanwender die Inhalte mit geringem technischem Aufwand pflegen können. Je stärker das Frontend von Entwicklern abhängig ist, desto höher sind die späteren versteckten Kosten.
Globale Websites sind nur selten isolierte Systeme. Produktdaten können in einem ERP oder PIM liegen, Leads werden an ein CRM übergeben, Formulare müssen in ein E-Mail-System übertragen werden, und für die Marketingattribution werden Werbeplattformen und Analysetools benötigt. Manche Unternehmen binden außerdem Kundenservice-, Karten-, Logistik-, Zahlungs- oder Filialsysteme an.
Der Einfluss von Schnittstellenanbindungen auf das Angebot hängt nicht nur davon ab, „wie viele Systeme“ angebunden werden. Entscheidend sind vor allem die Datenrichtung und die Aktualisierungsfrequenz.
Erfahrungsgemäß ist ein Angebot nahezu immer ungenau, wenn die Schnittstellenliste nicht vollständig ist. Erstellen Sie vor der Beschaffung am besten zunächst eine Übersicht der Systemanbindungen und tragen Sie Systemname, zu synchronisierende Felder, Synchronisierungsfrequenz und verantwortliche Abteilung ein. Anschließend lassen Sie den Anbieter auf dieser Grundlage ein Angebot erstellen.
Bei einer globalen Website ist die Bereitstellung kein technisches Detail, das erst am Ende berücksichtigt werden sollte. Sie wirkt sich direkt auf die Preisgestaltung für ein Headless CMS for global websites aus. Die Kostenstruktur einer Bereitstellungsstrategie für eine einzelne Region unterscheidet sich grundlegend von der einer Lösung für mehrere Regionen.
Bei der Beschaffung müssen Sie klären: Wo befinden sich die Zielmärkte? Wie hoch sind die Zugriffsspitzen? Wie häufig werden Seiteninhalte aktualisiert? Ist eine statische Verteilung erforderlich? Wie werden Bild- und Videodateien ausgeliefert? Die Zugriffswege, Netzwerkbedingungen und Anforderungen an die Abdeckung durch Knotenpunkte unterscheiden sich in Nordamerika, Europa, Südostasien und dem Nahen Osten. Entsprechend verändert sich auch die Bereitstellungslösung.
Wenn der Anbieter lediglich eine Position wie „Cloud-Server + CDN“ nennt, sollten Sie weiter nachfragen: Handelt es sich um eine Bereitstellung in einer Region oder um eine Beschleunigung über mehrere Regionen? Wie werden Inhalts-Caches aktualisiert? Wie lange dauert es nach der Veröffentlichung, bis die gesamte Website wirksam ist? Wer untersucht die Ursache, wenn der Zugriff in einzelnen Regionen langsam ist? Je unklarer diese Punkte formuliert sind, desto leichter geraten die späteren Betriebskosten außer Kontrolle.
Einkäufer stellen diesen Bereich häufig zurück, doch nach dem Go-live treten hier meist die meisten Probleme auf. Eine Website für globale Geschäftsaktivitäten umfasst in der Regel die Marketingabteilung der Zentrale, regionale Auslandsteams, die Produktabteilung, die technische Abteilung sowie möglicherweise externe Übersetzer und Agenturen. Sobald die Zusammenarbeit mehrere Stationen umfasst, beeinflussen Berechtigungen und Prozesse zwangsläufig den Preis.
Sie müssen nicht nur klären, ob Berechtigungen differenziert vergeben werden können, sondern auch, bis zu welcher Ebene. Erfolgt die Aufteilung nach Website, Sprache, Rubrik oder Inhaltstyp? Ist vor der Veröffentlichung eine Freigabe erforderlich? Können versehentlich gelöschte Inhalte wiederhergestellt werden? Diese Funktionen wirken weniger unmittelbar als das Frontend. Fehlen sie jedoch, sind die späteren Kosten für manuelle Ersatzprozesse sehr hoch.
Wenn eine Website ausschließlich der Präsentation dient, liegt der Schwerpunkt des Angebots auf System und Entwicklung. Wenn die Website jedoch Leads generieren soll, darf sich das Budget nicht nur auf die „Kosten der Website-Erstellung“ konzentrieren. Für den globalen Markt gehören technisches SEO, Richtlinien für mehrsprachige Seiten, Metadatenverwaltung, die Ausgabe strukturierter Inhalte und die Erweiterbarkeit von Landingpages ebenfalls zum Angebotsumfang.
Ein häufiger Fehler bei der Beschaffung besteht darin, SEO als Leistung zu betrachten, die nach dem Go-live ergänzt werden kann. Tatsächlich müssen viele Faktoren, die Indexierung und Erweiterbarkeit beeinflussen, bereits in der anfänglichen Architektur festgelegt werden, etwa die Rubrikenhierarchie, URL-Regeln, Beziehungen zwischen Sprachversionen, Template-Felder, die Verwaltung von Weiterleitungen und die Erstellung der Sitemap. Was am Anfang eingespart wird, ist später in der Regel teurer zu ändern.
Wenn das Unternehmen zusätzlich Werbekampagnen, Social-Media-Zuführung und Content-Marketing verknüpfen möchte, sollten auch Tracking-Implementierung, Formularattribution und die Möglichkeit zur Erstellung zahlreicher Landingpages in den Angebotsvergleich aufgenommen werden. Andernfalls muss die Marketingabteilung nach der Fertigstellung des Frontends erneut Geld für zusätzliche Tools ausgeben.
Die Preisgestaltung für ein Headless CMS for global websites setzt sich in der Regel aus mehreren Teilen zusammen: Systemlizenz oder Abonnement, Implementierung und Entwicklung, Kosten für Dienste von Drittanbietern, Cloud-Ressourcen und Beschleunigung, Betriebssupport sowie spätere Weiterentwicklungen. Bei der Beschaffung sollte das Angebot möglichst aus der Perspektive der einzelnen Jahre betrachtet werden.
Manche Lösungen wirken im ersten Jahr günstig, weil sie nur die grundlegende Einrichtung umfassen. Ab dem zweiten Jahr werden Versionsupgrades, die Erweiterung von Knotenpunkten, die Pflege von Schnittstellen, zusätzliche Sprachen und Änderungen an Seiten separat berechnet. Andere Lösungen sind im ersten Jahr teurer, bündeln jedoch gängige Anforderungen des laufenden Betriebs bereits im Voraus und sind langfristig dadurch stabiler.
Beim Angebotsvergleich empfiehlt es sich, mindestens drei Spalten anzulegen: anfängliche Kosten für den Go-live, laufende Kosten im zweiten Jahr sowie Grenzkosten für jede zusätzliche Sprache oder Website. Ohne diese drei Angaben ist eine verlässliche Beschaffungsentscheidung nur schwer möglich.
Die geschäftlichen Anforderungen an globale Websites verändern sich schnell. Heute wird eine Markenwebsite erstellt, morgen kommt möglicherweise eine regionale Landingpage hinzu. In diesem Jahr dient die Website der mehrsprachigen Präsentation, im nächsten Jahr werden vielleicht ein Onlineshop, ein Werbesystem oder ein Prozess zur Lead-Verteilung angebunden. Bei der Beschaffung sollten Sie daher insbesondere zwei Punkte prüfen: Muss für jede zusätzliche Seite ein Entwickler beauftragt werden? Muss die Architektur für jeden neuen Markt erneut aufgebaut werden?
Ein niedriges Angebot mit hohen Änderungskosten ist in der Regel nicht für den langfristigen Betrieb geeignet. Eine anfangs etwas teurere Lösung kann dagegen langfristig erhebliche wiederholte Investitionen einsparen, wenn Inhaltsmodell, Komponentensystem, Kanalintegrationen und Betriebsprozesse ausreichend Erweiterungsspielraum bieten.
Wenn Sie gerade Angebote von Anbietern einholen, besteht die praktischste Vorgehensweise darin, intern zunächst eine Priorisierung der Anforderungen zu erstellen: Was ist für den Go-live zwingend erforderlich, was muss innerhalb von drei Monaten ergänzt werden und was gehört zur zukünftigen Erweiterung? Senden Sie diese Liste an alle Anbieter und verlangen Sie einheitliche Angebote. Vergleichen Sie anschließend den Gesamtpreis, die Grenzkosten und die spätere Wartbarkeit. Nur so erhalten Sie Angebote, die tatsächlich vergleichbar sind und dem realen Beschaffungsergebnis näherkommen.
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